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Berufsschule Bad Tölz entlässt 138 Absolventen

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Landtags-Abgeordneter Martin Bachhuber (l.) und Schulleiter Franz Hampel (r.) gratulierten den „Staatspreis-Trägern“ (v.l.): Gianna Cuzzolino, Madline Marx, Daniel Grether, Laura Bianco, Josef Zehetmeier, Sophia Rücker, Korbinian Hoyer, Wolfgang Szostecki, Andreas Lindner, Margarethe Stahl, Michael Wernberger, Josef Sixt und Ludwig Kirmair.

Bad Tölz – „Wir brauchen Sie so dringend wie nie zuvor“, rief Sparkassen-Direktorin Renate Waßmer in ihrer Funktion als stellvertretende Vorsitzende des regionalen IHK-Gremiums am vergangenen Freitag den 138 Absolventen zu, die in einem Festakt im Tölzer Kurhaus von der Berufsschule verabschiedet wurden.

Darunter waren insgesamt 13 so genannte „Staatspreis-Träger“. Also Berufsschüler, die ihre Ausbildung mit dem glänzenden Notendurchschnitt von 1,5 und besser abgeschlossen hatten.

Der stetig ansteigende Fachkräfte-Mangel, auch in der heimischen Region, war das zentrale Thema aller Reden der Abschlussfeier. „Im Vergleich zu 2017 wurden 2018 im Landkreis sechs Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen. Damit blieben fast 150 Lehrstellen unbesetzt“, erklärte Renate Waßmer: „Im gesamten Oberland fehlen bereits jetzt rund 7000 Fachkräfte.“ In dieselbe Kerbe schlug auch Landtags-Abgeordnete Martin Bachhuber, der anschließend die Staatspreise überreichte: „Dass das Handwerk goldenen Boden hat, ist allgemein bekannt. So sind die Chancen für sie derzeit so gut wie nie zuvor. Auch wenn viele Akademiker auf Stellensuche sind, diese Sorgen brauchen sie nie zu haben.“

Mit ihrer jetzt abgeschlossenen Berufsausbildung hätten die Absolventen „ein festes Fundament“ gelegt. Damit stünden ihnen für die Zukunft nun alle Möglichkeiten offen. Bachhuber konstatierte: „Sie sind die Garantie dafür, dass sich die Investitionen des Landkreises auf diesem Gebiet auch auszahlen. Damit sind Sie die beste Rendite für den Steuerzahler.“ Seinem Lob für das duale Ausbildungssystem – „darum beneidet uns die ganze Welt“ – schloss sich auch Renate Waßmer an: „Der Erfolg des dualen Systems sichert ihnen, der jungen Generation, die Zukunft.“ Darauf sei auch die lediglich sechs Prozent Jugend-Arbeitslosigkeit hierzulande zurückzuführen, die geringste Quote in der ganzen EU. Schulleiter Franz Hampel wies zudem darauf hin, dass die jungen Menschen an der Berufsschule sich nicht nur eine gute berufliche Handlungskompetenz angeeignet hätten: „Darüber hinaus haben sie auch weitere wichtige Kompetenzen für das Leben in der Gesellschaft erworben, die in keinem Zeugnis stehen.“ Mit vielen Zitaten gespickt, versuchte er dabei deutlich zu machen, „dass viel Geld nicht unbedingt glücklicher macht.“ Er dankte zudem den Ausbildern für ihre Mühen, die oftmals „starke Geduld und große Nervenstärke“ an den Tag legen mussten.

Letztlich appellierte Bachhuber noch an die Absolventen, sich künftig in ihrem Umfeld zu engagieren. Egal ob in einem Verein, ob im karitativen oder sozialen Bereich oder gar in der Politik: „Gestalten sie ihre Zukunft selbst. Reden sie mit.“ejs

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