Überblick auf Großprojekte

120 Besucher informieren sich bei der Bürgerversammlung

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Musste auch unangenehme Fragen beantworten: Wolfratshausens Bürgermeister Klaus Heilinglechner.

Wolfratshausen – Rechenschaftsberichte von Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen) und Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler) prägten den ersten Teil der Bürgerversammlung in der Loisachhalle. Danach hatten die Bürger das Wort.

Klaus Heilinglechner ging in seinem Rechenschaftsbericht vor allem auf anstehende Großprojekte wie die Innenstadtentwicklung, die Parkraumgestaltung, die Bebauung des Kraft-Areals am Bahnhof, den Abriss des ehemaligen Isar-Kaufhauses am Untermarkt und die geplante Sanierung der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg ein.

Fast beiläufig erwähnte er zudem, dass für die Errichtung einer künstliche Surfwelle in Weidach nunmehr mit Kosten von 796.514 statt 674.000 Euro gerechnet wird. Landrat Josef Niedermaier verwies anschließend auf die negativen Folgen des Wirtschaftswachstums und des damit einhergehenden Zuzugs. Denn neben der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und dem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs gelte es auch „den Erhalt dieser wunderschönen Landschaft“ nicht zu vernachlässigen.

Nach einer etwa 20-minütigen Pause, in der Mitglieder der Stadtverwaltung an verschiedenen Tischen den Besuchern Rede und Antwort standen, durften die Bürger dann Fragen an Bürgermeister Klaus Heilinglechner stellen. So wollte Heinz Wensauer wissen, warum die Bauarbeiten am ehemaligen Isarkaufhauses seiner Ansicht nach kaum vorankommen und ob Heilinglechner mit der Scherbaum Unternehmensgruppe eine „Interessengemeinschaft“ bilde. Der Rathauschef wehrte sich gegen diese Unterstellungen. „Wenn man in dem glücklichen Zustand ist, dass ein Investor kommt, dann setzt man sich eben zusammen“, sagte er. Zudem verwies Heilinglechner darauf, dass die Entkernung des Gebäudes stetig voranschreite.

Lucia Schmidt erkundigte sich beim Bürgermeister, warum er sich gegen eine Baumschutzverordnung wehrt. „Ich glaube, dass Bäume durch einen Bebauungsplan besser geschützt werden können“, erklärte Heilinglechner. Zudem könne eine solche Verordnung „schnell ausgehebelt“ werden.

Anton Reichlmair brachte erneut das Thema „Umgehungsstraße“ zur Sprache. „Dieses Problem treibt die Stadt seit vielen Jahren um“, gestand der Bürgermeister. Mit den Ergebnissen einer im letzten Jahr durchgeführten Verkehrsbefragung soll das staatliche Bauamt in Weilheim von der Notwendigkeit einer Umgehungsstraße überzeugt werden.

Regine Müller-Marx vom Elternbeirat der Hammerschmiedschule trieb die Sorge um, dass bei den geplanten Sanierungsarbeiten ein großer Teil der Lehrerparkplätze an der Sauerlacher Straße entfallen wird. Heilinglechner verwies auf die Parkplätze hinter der benachbarten Sparkasse und an der Loisachhalle. Zudem sei es vielen Einheimischen auch zuzumuten, kurze Strecken zu Fuß zu gehen.Peter Herrmann

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