Polizei warnt vor Betrugsmasche

Betrügerin gibt sich als Microsoftmitarbeiterin aus

Eine Hand tippt vermutliche eine Nummer auf einem Telefon ein.
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Die Betrügerin installierte eine Schadsoftware auf dem PC des 76-Jährigen.

Wolfratshausen - Laut Polizeiinspektion Wolfratshauesen kam es am vergangenen Freitag, 8. Januar, zu einem Telefonbetrug. Ein 76-Jähriger wurde dabei aufgefordert ein schädliches Programm auf seinen Rechner zu installieren.

Am Freitag (8. Januar 2021) meldete sich eine angebliche Microsoft-Mitarbeiterin telefonisch bei einem 76-jährigen Wolfratshauser und teilte mit, dass sein Computer von Hackern angegriffen worden sei. Die Betrügerin forderte den Wolfratshauser schließlich auf, seinen Computer anzuschalten und ein Programm zu installieren, damit sie ihm helfen könne. Der 76-jährige kam der Aufforderung nach und installierte die vermeintliche Support-Software.

Hierdurch erlangte die Betrügerin tatsächlich Zugriff auf den bis dato virenfreien Computer des Geschädigten und installierte so eine Schadsoftware. Jetzt war das System des Wolfratshausers wirklich infiziert und sein PC funktionierte nicht mehr. Die falsche Microsoftmitarbeiterin stellte den Geschädigten nun vor die Wahl entweder seinen Computer wegzuwerfen oder 134 Euro zu bezahlen, damit die Hacker von seinem Computer verschwinden. Der Senior entschied sich schließlich zur Bezahlung des geforderten Betrages und meldete sich am nächsten Tag bei der Polizei, weil ihm der Vorfall komisch vorkam. Es wurde Anzeige wegen Betrugs aufgenommen.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor der Betrugsmasche des sogenannten Tech Support Scam. Die Firma Microsoft schickt nach eigenen Angaben weder unaufgefordert Mails, noch fordern Mitarbeiter per Telefonanruf auf, persönliche Daten anzugeben oder Programme zu installieren. Die Wolfratshauser Polizeistelle warnt davor private Daten heraus zu geben und Forderungen der Anrufer nachzukommen. Laut Polizeimitteilung sollte das Gespräch sofort beendet werden und der Computer sollte vom Internet getrennt werden. Betroffene sollen sich an die Polizei wenden und ihren Computer von einem Experten überprüfen lassen. gv

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