Erhebliche Einschränkungen

Bevorstehende Sanierung der Faulhaberstraße bereitet Edeka-Chef Sorgen

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Von der Sperrung der Waldramer Hauptverkehrsachse wäre auch der Edeka-Markt betroffen.

Waldram – Von Ende April bis Anfang Juli soll die Faulhaberstraße auf einer Länge von etwa 260 Metern saniert werden. Klaus Heininger, Betreiber des angrenzenden Supermarkts Edeka, befürchtet aufgrund der Sperrung erhebliche Umsatzeinbußen.

Für die Erneuerung der maroden Fahrbahn und des Gehsteigs wurden insgesamt 770.000 Euro in den kommunalen Haushalt bereitgestellt. Doch nun regt sich Widerstand. Wirtschaftsreferent Helmut Forster (Bürgervereinigung Wolfratshausen) berichtete im städtischen Hauptausschuss von den Bedenken des Edeka-Filialleiters Klaus Heininger. „Nach einer dreimonatigen Vollsperrung der Faulhaberstraße kann er seinen Laden schließen“, befürchtet Forster. Er regte an, die Faulhaberstraße nur halbseitig zu sperren. „Die Umbauarbeiten würden dann zwar länger dauern, aber den Anliefer- und Kundenverkehr nicht gefährden“, glaubt der Wirtschaftsreferent. Vor drei Jahren war es ihm gelungen, den von der Schließung bedrohten Edeka-Markt zu retten und Klaus Heininger von einer Übernahme zu überzeugen. „Das gute Werk soll ein gutes Werk bleiben“, pflichtete ihm Manfred Fleischer bei. Der CSU-Stadtrat wohnt selbst in Waldram und setzte sich ebenfalls für den einzigen Nahversorger in dem etwa 4.000 Einwohner zählenden Stadtteil ein. Zudem befürchtet er ein Verkehrschaos. „Der Verkehr in Waldram läuft zu 80 Prozent über die Faulhaberstraße“, zitierte Fleischer aus einer Studie. Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung Wolfratshausen) verwies darauf, dass der Edeka-Betreiber Schilder aufstellen darf, um den Kunden- und Anlieferverkehr zu regeln. Auf Nachfrage unserer Zeitung bestätige Klaus Heininger seine Bedenken. „Mein ganzer Lieferverkehr wird beschränkt, die langen Sattelzüge können den Markt kaum anfahren“, befürchtet er. Zudem entfallen während der Umbaumaßnahmen die Kundenparkplätze vor dem Markt. Die von Forster angeregte Sperrung von nur einer Straßenseite würde Heininger zwar befürworten. „Sie ist aber wahrscheinlich nur schwer durchsetzbar“, glaubt der Edeka-Chef. Das Wolfratshauser Bauamt nimmt Heiningers Sorgen ernst und will mit ihm nun Alternativen prüfen. Peter Herrmann

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