Reichersbeurer Gemeinderat diskutiert wieder im Dezember

Votum zu Biogasanlage vertagt

Reichersbeuern – Die Reichersbeurer Bauern befürchten, dass der Pachtpreis steigen könnte, wenn der verwendete Maisanteil in der geplanten Biogas-Anlage maximiert wird, weil die steigende Nachfrage nach Anbauflächen die Pachtpreise nach oben bewegten.

Die Sorge um den Mais bleibt also. Eine weitere Sorge der Bauern: der Betreiber könnte sich nicht an den festgelegten Substratanteil von über 70 Prozent halten und diesen teils durch Mais ersetzen. Mit diesem Thema befassten sich die Reichersbeurer Gemeinderäte in der vergangenen Sitzung. Wurden während des Verfahrens von den Landwirten keinerlei Bedenken geäußert, so kochten diese in den vergangenen Monaten offensichtlich hoch. Auch eine Informationsveranstaltung mit dem Betreiber konnte offensichtlich nicht alle Sorgen ausräumen. Zusätzlich hatte der Bayerische Bauernverband eine schriftliche Stellungnahme nachgereicht. In dieser äußerte dieser grundsätzliche Bedenken gegen die – im Vorfeld von der Gemeinde befürworteten – Anlage. Auch die Vergrößerung war für die Gemeinderäte kein Problem gewesen. Das sieht der Bauernverband anders. Er fordert unter anderem ein Einschreiten gegen die Änderung des Bebauungsplanes, die Änderung des Verfahrens von Trocken- zur Nass-Fermentierung sowie die Vergrößerung der Anlage. „Wir wollen die Ängste der Bauern ausräumen“, wünscht sich Bürgermeisterin Fährmann nach wie vor. Wie die Gemeinde aus der Situation der bereits genehmigten Anlage wieder herauskommen könnte, ist jedoch unklar. Die Gemeinde will nun nochmals detailliert mit dem Betreiber darüber sprechen. Neun Gemeinderäte stimmten dafür, vier waren dagegen. Zur kommenden Gemeinderatssitzung am 13. Dezember soll das Thema wieder auf die Tagesordnung kommen.

Rose Beyer

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