Löscheinsatz mit dem Hubschrauber

Blitzeinschlag löst Brand am unteren Grasberg aus

Ein Polizeihubschrauber nahm Wasser auf, um den Brand in unzugänglichem Steilgelände am Unteren Grasberg abzulöschen.

Vorderriß – Manch einer mag sich an den aufwändigen Löscheinsatz erinnert haben, der in der Neujahrsnacht 2017 zahlreiche Einsatzkräfte in Atem hielt: Als nämlich auf dem Graseck/Jochberg Wanderer einen Waldbrand ausgelöst hatten. Am Montag nun flog wieder ein Hubschrauber mit Außenlöschbehälter in die Berge: Denn am unteren Grasberg loderte es wieder auf einer Fläche von rund zehn bis 15 Quadratmetern.

Stefan Kießkalt, der Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes, zufolge wird ein Blitzschlag als Ursache für den Brand vermutet. Demnach traf ein Blitz auf zirka 1.450 Metern Höhe einen Baum, der daraufhin eine kleine Waldfläche in Brand setzte. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig: Denn das Areal liegt unzugänglich in felsigem, steilen Gebiet. Und das konnte nur mit Hilfe eines Hubschraubers angeflogen werden. Der indes konnte aufgrund des Unwetters zunächst nicht gleich starten. Die alarmierte Flughelfergruppe Bad Tölz-Wolfatshausen – sie ist stationiert bei der Freiwilligen Feuerwehr in Wolfratshausen – bereitete den Einsatz zwischenzeitlich vor. So wurde ein Löschwassserbecken für die Wiederbefüllung des am Hubschrauber befestigten Außenlastbehälters aufgebaut. Der Pilot des eingesetzten Polizeihubschraubers leistete dabei Maßarbeit – ebenso am Brandherd, wo das Löschwasser punktgenau abgelasssen wurde. Nach elf Anflügen und Abwürfen war der Brand gelöscht, gerade rechtzeitig vor dem Aufziehen eines neuerlichen Gewitters. Kießkalt zog eine positive Bilanz des Einsatzes und erklärte, weshalb umgehend reagiert werden musste. Die Hitze der vergangenen Tage hatte die Waldbrandgefahr steigen lassen, die Regierung von Oberbayern hatte deshalb schon über das Wochenende Beobachtungsflüge angeordnet. Zudem lag laut Kießkalt unterhalb des Brandortes Wald. Und bei Wind hätte sich das Feuer schnell auch auf diesen ausbreiten können. Die Gefahr war jedenfalls durch das schnelle und professionelle Eingreifen der Einsatzkräfte – neben der Flughelfergruppe noch die Feuerwehren aus Lenggries, Vorderriß und Fall sowie die Bergwacht – rechtzeitig vor einem Ausbreiten der Flammen gebannt. 

Update: Mittwoch, 4. Juli, 14.14 Uhr

Zahlreiche Feuerwehrkräfte sind gerade unterwegs zum unteren Grasberg in Vorderriss. Dort raucht es auf etwa 1.300 Metern Höhe wieder stärker an der Stelle, an der bereits vor zwei Tagen ein Flächenbrand ausgebrochen war. Ein Hubschrauber landet in diesen Minuten im Wolfratshauser Gewerbegebiet. Er bringt einen Flughelfer der Feuerwehr ins Einsatzgebiet. tka

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