Blutspendedienst trifft auf Bergfilmfestival

Retter und Spender

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Blutspende: Michaela Wolf (stellvertretende BSD-Teamleitung) zapft Roland Ampenberger (Leiter des Bergwachtzentrums) Blut ab. Mit dabei BSD-Gebietsreferent Florian Abt (Mitte).

Bad Tölz/Gaißach – Sie stehen an der Uni, auf der Fußgängerzone oder eben vor dem Tölzer Bergwachtzentrum: Gemeint ist der Blutspendedienst (BSD) des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), der vergangenen Mittwoch dort mit seinem Blutspendemobil auf potenzielle Spender wartete.

Einer der ersten Blutspender im Blutspendemobil war Roland Ampenberger, Leiter des Bergwachtzentrums, der zusammen mit der Tölzer Bergwacht die Veranstaltung „Film ab – und Blut spenden“ organisierte.

Vormittags konnten gesunde Besucher ihr Blut im Blutspendemobil spenden und abends im Rahmen der Veranstaltung das Bayerische Outdoor Filmfestival kurze Abenteuerfilme über Klettern, Ski- und Mountainbikefahren im alpinen Gelände bestaunen. „Zur Bergrettung gehört auch das Blutspenden“, berichtet Roland Ampenberger. Die Idee des Vorstand der Stiftung Bergwacht war, die Dinge zu kombinieren.

In der Geschichte der Berge galt immer „Bergsteiger für Bergsteiger“, erklärt Ampenberger. „Da wird sich gegenseitig geholfen.“ Und Helfen heißt auch Blut für andere Menschen, die darauf angewiesen sind, zu spenden. Pro Jahr werden etwa 75 Millionen Blutspenden weltweit für Krebspatienten und Unfallopfer gebraucht. Davon werden in Bayern täglich rund 2.000 Blutkonserven benötigt“, berichtet BSD-Gebietsreferent Florian Abt. Die Menge ist von der Regierung von Oberbayern sogar festgelegt. „Mit einer Blutkonserve können drei Leben gerettet werden“, betont Abt weiter.

Um genügend Blutkonserven zu sammeln sind in Bayern 20 BDS-Teams unterwegs. Das Blutspendemobil ist jede Woche an vier Tagen in einzelnen Region im Einsatz. Heute steht es vor dem Bergwachtzentrum und Ampenberger nimmt dort Platz. Das Blut zapft ihn BSD-Mitarbeitern Michaela Wolf ab. Es wird zehn Minuten dauern und es werden exakt 500 Milliliter sein, die dann ins Labor nach Wiesentheid bei Würzburg zur weiteren Untersuchung geschickt wird. Dort werden alle eingehenden Blutspenden auf mögliche Krankheiten wie etwa Hepatitis untersucht. Und dann das gesunde Blut wiederum in verschiedene Komponenten aufgeteilt, aus denen bis zu drei Präparate gewonnen werden können.

„Wir wollen junge Leute werben, denn Blutspender werden weniger“, berichtet Abt. „Durch den demografischen Wandel brechen die Älteren weg.“ Blutspenden ist bei Erstspendern bis zum 64 Lebensjahr möglich, Mehrfachspender dürfen bis zum 72 Lebensjahr ihr Blut abgeben.Daniel Wegscheider

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Information zum Blutspenden unter Tel: 0800/1194911 oder online auf der Internetseite www.blutspendedienst.com.

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