Borkenkäfer schwärmen aus

Amt für Landwirtschaft und Forsten sowie Waldbesitzervereinigungen rufen zu regelmäßigen Kontrollen auf

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Der „Ips Typographus“, ist gemeinhin bekannt unter dem Namen Buchdrucker.

Landkreis – Waldbesitzer aufgepasst: Der Borkenkäfer fliegt wieder. Ab dieser Woche erwarten die Förster des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen (AELF) und die Waldbesitzervereinigungen (WBV) Wolfratshausen und Holzkirchen vor allem in den Nordlandkreisen einen starken Schwärmflug der Borkenkäfer. Waldbesitzer sollten ab jetzt regelmäßig ihre Fichtenwälder auf frischen Befall durch die Schadinsekten kontrollieren.

„Bei trockener Witterung bietet sich eine gute Gelegenheit, befallene Bäume frühzeitig zu erkennen. Wenn die Käfer unter der Rinde fressen, werfen sie braunes Bohrmehl aus, das sich am Boden, auf der Rinde, in Spinnweben oder auf der Bodenvegetation finden lässt“, erklärt Bereichsleiter Forsten, Christian Webert. In der Folge färben sich die Kronen braun und die Rinde blättert ab. In solchen Fällen ist es laut Webert wichtig, auch benachbarte Bäume intensiv zu untersuchen. „Wer diesen ersten Befall erkennt und die befallenden Fichten rechtzeitig aus dem Wald bringt, hat beste Chancen, einen Neubefall zu verhindern“ so Webert weiter. Gerade dort, wo im letzten Jahr Borkenkäfer-schäden aufgetreten sind, ist besondere Aufmerksamkeit geboten.

Befallene Stämme schnell entfernen

„Befallene Stämme müssen rasch aufgearbeitet und dann entrindet oder mindestens 500 Meter aus dem Wald transportiert werden“, erklären Michael Lechner, Vorsitzender der WBV Holzkirchen und Johann Killer, Vorsitzender der WBV Wolfratshausen; „auch wenn das Holz derzeit nur mit erheblichen Preisnachlässen zu vermarkten ist“.

Zudem sei es ratsam, die Baumkronen zu häckseln, denn die Käfer nutzen schon Äste ab drei Zentimetern Durchmesser als Brutstätte. Aber auch bisher nicht aufgearbeitetes Bruch- oder Windwurfholz aus vorausgegangenen Stürmen ist für die Käfer ideales Brutmaterial und sollte daher zügig entfernt werden. Diese sogenannte „saubere Waldwirtschaft“ ist laut Webert die einzig wirksame und bewährte Methode, um eine Massenvermehrung zu verhindern, die auch größere Waldflächen zum Absterben bringen kann. Neben der Beratung durch die Förster des AELF bieten auch die Waldbesitzervereinigungen Unterstützung bei der Bekämpfung.

Klimawandel hinterlässt Spuren im Wald

Da die Bekämpfung des Borkenkäfers und der Erhalt der Wälder im Interesse der gesamten Gesellschaft liegen, unterstützt die Staatsregierung die Waldbesitzer bei dieser riesigen Herausforderung mit erheblichen finanziellen Mitteln. „Und darüber hinaus stehen unsere Revierförster jedem bestmöglich mit Rat und Tat zur Seite“, ergänzt Webert. Die starken Stürme, die langanhaltenden Trockenzeiten sowie der Borkenkäfer-Massenbefall zeigen, dass der Klimawandel in den Wäldern bereits seine deutlichen Spuren hinterlässt. „Eine konsequente und regelmäßige Waldpflege zur Stabilisierung der vorhandenen Wälder sowie eine Erhöhung der Mischbaumartenanteile sind daher wichtiger denn je“ so Kil-ler und Lechner abschließend. dwe

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Detailinfos zur Borkenkäferbekämpfung, zu den Fördermöglichkeiten und den Ansprechpartnern gibt es online auf www.aelf-hk.bayern.de. Hier finden sich auch zwei Kurzvideos der Bayerischen Forstverwaltung, die die Symptome eines Borkenkäferbefalls und notwendige Folgemaßnahmen erläutern.

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