Feuer: Zwei Frauen springen

Brand eines Mehrfamilienhauses in Peretshofen / Schaden: 150.000 Euro

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Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr ist ein Wohnhaus in Peretshofen nach einem Brand nun unbewohnbar.

Dietramszell – Beim Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens in der Nacht von Freitag auf Samstag im Ortsteil Peretshofen wurden drei Personen leicht verletzt – zwei retteten sich per Sprung vom Balkon. Der Rettungsdienst brachte sie zur Behandlung ins Krankenhaus.

Die elf Bewohner des Mehrfamilienhauses bemerkten gegen 23.30 Uhr den Brand an ihrem Gebäude und alarmierten die Feuerwehr. Noch während die Einsatzkräfte auf Anfahrt waren, kam es zu dramatischen Szenen. „Zwei Frauen im ersten Stock des Gebäudes konnten das Haus nicht mehr über die Treppe verlassen“, berichtet Stefan Kießkalt, Sprecher der Kreisbrandinspektion. Um dieses zu verlassen, mussten sich die beiden Bewohnerinnen dann selbst retten: So packten sie Matratzen aus den Betten und warfen sie nach unten. Und sprangen anschließend selbst vom Balkon herunter. „Bei dieser Aktion zogen sie sich leichte Verletzungen zu“, so Kießkalt weiter.

Alle weiteren Insassen konnten laut Polizei das brennende Haus ebenfalls rechtzeitig verlassen. Bei Eintreffen der Feuerwehr war der Eingangsbereich des Gebäudes vollkommen in Feuer geraten. Dieses hatte sich bereits über die Fassadenverkleidung bis zum Dachgeschoss ausgebreitet. „Mit mehreren Löschrohren wurde sofort eine umfangreiche Brandbekämpfung eingeleitet“, erzählt Kießkalt zum Einsatz. Die Feuerwehrleute teilten sich dabei in zwei Gruppen auf: Die Kräfte der Feuerwehr Manhartshofen übernahmen die Brandbekämpfung von außen und das Öffnen des Daches. Die Feuerwehren Dietramszell und Geretsried löschten dagegen den Brand im Inneren des Gebäudes. „Besonders im Dachgeschoss gestalteten sich die Löscharbeiten aufwendig und personalintensiv“. Nach mehr als drei Stunden Einsatzdauer konnten die meisten der etwa 60 eingesetzten Feuerwehrleute wieder abrücken. „Trotz sofortiger intensiver Löscharbeiten wurde das Anwesen erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Der Sachschaden beläuft sich nach einer ersten vorsichtigen Schätzung auf rund 150.000 Euro“, berichtet Carolin Hohensinn, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd.

Die Kripo Weilheim und Spurensicherung übernahmen noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache. Wie die Polizei weiter mitteilt, könne derzeit könne zur Ursache des Brandausbruchs noch keine Aussagen getroffen werden. Da das Wohnhaus nun unbewohnbar ist, sind die Bewohner derzeit bei Verwandten oder in Notunterkünften untergebracht. dwe

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