Fleißige Helfer in der Not

BRK-Bereitschaft leistete im vergangenen Jahr 10.284 Stunden

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Blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück: BRK-Bereitschaftsleiter Wolfgang Tutsch (r.).

Wolfratshausen – Seit 121 Jahren engagiert sich die BRK-Bereitschaft für in Not geratene Menschen und erfüllt damit weit über die Stadtgrenzen hinaus eine Vorbildfunktion für ehrenamtlichen Einsatz. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung berichtete Bereitschaftsleiter Wolfgang Tutsch über neue Herausforderungen und einen erfreulichen Mitgliederzuwachs.

„Hatten wir 2018 noch eine Bilanz mit 8.216 Stunden für Ausbildung, Einsätze und Administration, so waren es 2019 stolze 10.284“, berichtete Tutsch. Zudem stieg die Zahl der aktiven und passiven Helfer von 93 auf 103 an. Davon sind 49 im aktiven Einsatz- und Sanitätsdienst, weitere 14 erfüllen zum Beispiel als Ärzte oder Leiter der Hundestaffel Sonderdienste. Als „erfreulichen Trend“ verzeichnete Tutsch den Eintritt von jungen Menschen im Alter zwischen 16 und 22 Jahren sowie das ehrenamtliche Engagement von etwas älteren Seiteneinsteigern. Auf Sanitätskurse, Fachdienstausbildungen und Fortbildungen wird dementsprechend viel Wert gelegt. „Nur so können wir unsere Schlagkraft sicherstellen und uns darauf verlassen, dass Hilfeleistungen vom kleinen Sanitätsdienst bis zum Großschadensereignis auch klappen“, betonte der Bereitschaftsleiter.

In diesem Zusammenhang dankte er auch den anwesenden Vertretern von anderen BRK-Kreisverbänden, des THW, der Feuerwehr, der Wasser- und Bergwacht sowie der Polizei für die reibungslose Kooperation. Als „besonderes Highlight“ blieb Tutsch die 24-Stunden-Übung am 13. und 14. September in Erinnerung. Dabei wurde anderem ein Hüttenbrand in Geretsried sowie ein Verkehrsunfall auf der Staatsstraße 2370 zwischen Eurasburg und Lengenwies nachgestellt. Ihre Kenntnisse unter Beweis stellen mussten die BRK-Helfer zum Beispiel am 26. Februar 2019 bei der Auslandsrückholung eines Patienten aus St. Johann in Tirol und bei einem Notarzteinsatz nach einem nächtlichen tödlichen Bootsunfall am Starnberger See am 19. September.

Als weitere Herausforderungen stehen in diesem Jahr die Sicherung des Münsinger Ochsenrennens, die Iloga-Messe in Wolfratshausen und das Brimbamborium-Open-Air bei Eurasburg an. Dank der großzügigen Unterstützung des von Ines Boodevaar geleiteten Fördervereins, der der BRK-Bereitschaft in den vergangenen 18 Jahren mehr als 110.000 Euro zukommen ließ, kann auch das notwendige technische Equipment beschafft werden. Sorgen bereiten der BRK-Bereitschaft einzig die beengten Platzverhältnisse in der Einsatzzentrale am Moosbauerweg. Dort sind die Rettungsfahrzeuge so dicht aneinander geparkt, dass der Einstieg zur Fahrerseite oft nur über eine Seitentür möglich ist.

Der Wolfratshauser Bürgermeister Klaus Heilinglechner, der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Tobias Pieper sowie BRK-Kreisverbandsvorsitzender und Landrat Josef Niedermaier ließen es sich nicht nehmen, den fleißigen Helfern persönlich zu danken. „Ihr seid die größte und aktivste Bereitschaft im Landkreis“, lobte Niedermaier.

Am Ende der Jahreshauptversammlung nahm Bereitschaftsleiter Wolfgang Tutsch die Jungmitglieder Katharina Hartl, Bernadette Rührgartner, Julia Maier, Christoph Rogner sowie die beiden Anwärter Sabrina Franke und Marc Seitier in den aktiven Dienst auf.

Zudem begrüßte er die neuen Anwärter Nicole Dissinger, Denise Heidler, Maria Jorde, Anton Kögl, Susann Kriest, Christoph Lempart, Paul Schmidt und Selina Wunderl. Danach ehrte der stellvertretende BRK-Kreisvorsitzende Martin Uerkvitz die Mitglieder Thekla Guter, Andrea Köppl, Theresa Stamm und Sebastian Steck (jeweils 5 Jahre beim BRK), Dr. Jörg Lohse (10 Jahre), Dr. Josef Orthuber (25 Jahre) und Wolfgang Tutsch (45 Jahre). Zur Truppführerin wurde Bettina Löffler ernannt.Peter Herrmann

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