Architekt Michael Beck stellt Nutzungskonzept im Stadtrat vor

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Das neue Bürger- und Jugendhaus soll viele Nutzungsmöglichkeiten anbieten.

Geretsried – Vor zwei Jahren führte die Stadt einen Wettbewerb für die Errichtung eines Bürger- und Jugendhauses im Stadtteil Stein durch. Gewonnen haben ihn die Nova-Architekten aus München, deren Vertreter Michael Beck das Nutzungskonzept nun im Stadtrat präsentierte.

Bei der Konzeption stimmten sich die Architekten mit dem Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit (TVJA) ab, der in Stein den Jugendtreff Ein-Stein betreibt. „Das neue Bürger- und Jugendhaus soll ein niederschwelliger Begegnungsort für alle Altersgruppen werden“, wünscht sich TVJA-Geschäftsführer Rudi Mühlhans. In dem Gebäude sollen Vorträge, Kurse und Kulturabende stattfinden. Er hofft auf eine Vernetzung von Vereinen und Verbänden. „Es geht darum in dieser wachsenden Stadt die richtigen Impulse zu setzen“, betonte Mühlhans. Architekt Michael Beck präsentierte einen Vorentwurf für das Gebäude mit einem Veranstaltungssaal für 140 Personen. „Er kann für Parallelveranstaltungen auch zweigeteilt werden“, erklärte Beck. In einem großzügig angelegten Gang wäre Platz für Ausstellungen, im Erd- und Obergeschoss sollen Multifunktionsräume entstehen, im Untergeschoss sind Toiletten und Umkleideräume für Künstler vorgesehen. Bürgertreff und Jugendbereich liegen zwar eng beieinander, könnten aber getrennt genutzt werden. 

Die Wärmeversorgung soll über eine Pelletheizung erfolgen. Baubeginn könnte im September 2021 erfolgen, mit der Fertigstellung wird im März oder April 2023 gerechnet. CSU-Stadtrat Volker Reeh erkundigte sich nach den Kosten, die aber noch nicht genau fixiert werden können. „Wahrscheinlich liegen wir zwischen 3,5 und 5 Millionen Euro“, schätzte Beck. Andere Stadträte lobten die Pläne. „Ich bin begeistert von der Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten“, erklärte Dr. Sabine Gus-Mayer (CSU). Andreas Rottmüller (CSU) erkundigte sich nach Ausweichmöglichkeiten für Jugendliche, denen während der Bauphase kein Jugendzentrum zur Verfügung steht. „Wir haben eine Fläche in unmittelbarer Nähe im Blick, an der wir einen Mietcontainer nachdenken könnten“, verriet Stadtbaurat Rainer Goldstein. Zugleich hofft er auf Zuschüsse der Städtebauförderung. ph

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