Erfreuliche Bürgerbeteiligung in Geretsried

Förderprogramm „Soziale Stadt“ wertet vier Quartiere auf

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Wichtige Informations- und Begegnungsstätte: der Quartierstreff „Wir sind Stein“.

Geretsried – Dank der finanziellen Unterstützung des Bund-Länder-Förderprogramms „Soziale Stadt“ konnte der öffentliche Raum in den drei Quartieren Stein, Neuer Platz Johannisplatz und Karl-Lederer-Platz aufgewertet werden. Im Entwicklungs- und Planungsausschuss berichteten Stadtbaurat Rainer Goldstein, Rudi Mühlhans vom Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit (TVJA) sowie Rafael Stegen vom Münchner Planungsbüro Salm & Stegen über den aktuellen Sachstand.

Mit dem Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ unterstützt der Bund seit 1999 die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile. „Städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, in die Infrastrukturausstattung und in die Qualität des Wohnens sorgen für mehr Generationengerechtigkeit sowie Familienfreundlichkeit im Quartier und verbessern die Chancen der dort Lebenden auf Teilhabe und Integration“, erklärte Bauamtsleiter Rainer Goldstein. Das Ziel, die Bewohner der jeweiligen Quartiere in die Planung miteinzubinden und ihr bürgerschaftliches Engagement zu aktivieren, ist nach Auffassung von Rafael Stegen vom Münchner Planungsbüro Salm & Stegen gelungen. „Wir haben uns in monatlichen Jour-fixe-Veranstaltungen mit dem Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit abgestimmt“, berichtete er.

So hat sich im Ortsteil Stein der Quartierstreff am Steiner Ring als lebendiges Informations- und Begegnungszentrum etabliert. 2023 ist dort die Errichtung eines Bürgerhauses mit einem integrierten Jugendzentrum geplant. „Zudem wird eine Aufwertung der Innenhöfe und des Straßenraums sowie eine Stärkung des Einzelhandels angestrebt“, versprach Stegen. Von der Städtebauförderung geförderte Hof- und Grünflächenprogramme seien auch im Zentrum möglich. Dabei sollen Aufenthaltsmöglichkeiten mit ziel- und altersgruppenspezifischen Angeboten in sogenannten „halböffentlichen Räumen“ geschaffen werden.

Dazu zählen zum Beispiel Innenhöfe, Spielplätze und Grünanlagen. Denkbar seien laut Stadtbaurat Goldstein die Schaffung von Sitz- und Spielbereichen, Fahrradabstellplätze, gartenbauliche Maßnahmen und die Errichtung von Rampen zur barrierefreien Erschließung von Wohngebäuden. Antragsberechtigt sind Eigentümer und sonstige Verfügungsberechtigte von Gebäuden und baulichen Anlagen.

Die Verbesserung des Wohnumfelds am Johannisplatz ist bereits fortgeschritten. Ziel sei es laut Stegen, nun auch den Parkraum an der angrenzenden Sperlingstraße umzugestalten. Um die älteren Anwohner noch besser ins Stadtleben einzubinden, soll das seniorengerechte Quartierskonzept im Rahmen der Richtline „Selbstbestimmt Leben im Alter“ (SeLa) des Bayerischen Sozialministeriums realisiert werden. TVJA-Geschäftsführer Rudi Mühlhans berichtete abschließend von gelungenen Stadtteilfesten in Stein sowie am Neuen Platz und am Johannisplatz. Ob es Neuauflagen der Feiern im Herbst geben wird, hängt auch von der aktuellen Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Peter Herrmann

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