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Bürgermeister Klaus Heilinglechner gibt Antworten in Wahl-Info-Lounge

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Bürgermeister Klaus Heilinglechner (r.) bekam die Fragen auf Bierdeckeln serviert.

Wolfratshausen – Zu einem politischen Frühschoppen lud die Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW) jüngst in ihre Wahl-Info.Lounge „#Worwärts“ am Schwankl-Eck ein. Dabei stellte sich Bürgermeister Klaus Heilinglechner, der für eine weitere Amtszeit kandidiert, den Fragen von rund 50 Besuchern.

Nachdem die Waldramer Tanzlmusi den Frühschoppen musikalisch eröffnet hatte, forderte Heilinglechner die Gäste auf, ihre Fragen auf die herumliegenden Bierdeckel zu schreiben. Das Bierfass zapfte er zuvor selbst an, Weißwürste und Wiener servierten Stadtratskandidat Engelbert Stapf und ein Helferteam. Als eifrigste Fragenstellerin erwies sich Regine Müller-Marx, die gleich einen ganzen Stapel von Bierdeckeln beschriftete. So erkundigte sie sich unter anderem, ob die Platanen am Marienplatz wirklich entfernt werden sollen. Heilinglechner verwies darauf, dass dies lediglich von einer Arbeitsgruppe im Bürgerbeteiligungsprozess angeregt wurde, diesbezüglich aber noch nichts entschieden sei. Um den Platz für größere Veranstaltungen zu öffnen, sei aber eine Verschiebung des Brunnens möglich. 

Eine Umgestaltung der Marktstraße, die als Teil der Bundesstraße 11 in den Zuständigkeitsbereich des Freistaats fällt, werde anvisiert. „Mein Hauptanliegen ist, dass wir erst mal den Schwerlastverkehr aus der Stadt herausbekommen“, erklärte der Bürgermeister. Als unbefriedigend stufte ein Besucher auch die Situation für Jugendliche ein, die von Wolfratshausen mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Miesbach fahren müssen. Dieses Problem fällt jedoch in den Zuständigkeitsbereich des Landkreises, der zumindest ab dem kommenden Jahr eine im 20-Minuten-Takt verkehrende Expressbuslinie von Wolfratshausen nach Bad Tölz geschaffen hat. Ebenfalls mit Sorge bewerteten einige Gäste die Kostenexplosion bei der geplanten Sanierung der Mittelschule, die mittlerweile auf knapp 60 Millionen Euro geschätzt wird und nun minimiert werden soll. „Da ist das Problem der mangelnden Lehrerparkplätze nichts dagegen“, befand Müller-Marx. Peter Herrmann

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