Barrierefreie Mobilität

Bundestagsabgeordneter Wagner fordert größere Sondernutzungsflächen in Bussen

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Fordert attraktive Ergänzungsangebote zur störungsanfälligen S-Bahn: MdB Andreas Wagner (r.).

Gelting – Zu einem Jahresrückblickbrunch lud Andreas Wagner in sein Wahlkreisbüro am Kirchplatz ein. Dabei sprach der Bundestagsabgeordneter der Linken auch kommunalpolitische Themen an.

„In einem Schreiben an die Landräte der Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach habe ich angeregt, zukünftig Busse mit größeren Sondernutzungsflächen für Eltern mit Kinderwagen und Menschen, die einen Rollstuhl oder Rollator nutzen, anzuschaffen“, erklärte Wagner. In Großstädten wie Berlin und München wurde dies bereits erfolgreich umgesetzt. „Im Landkreis funktioniert es aber nicht, dass sich Eltern mit Kinderwagen zum Beispiel zu einem gemeinsamen Bus-Ausflug von Geretsried nach Bad Tölz verabreden können“, bedauert Wagner. Die größere Sondernutzungsfläche könne mit Klappsitzen ausgestattet werden, sodass kaum Sitzplätze verloren gehen. „Das ist nicht teuer in der Anschaffung“, sagte Wagner. Landrat Josef Niedermaier habe ihm in einem Schreiben bereits zugesichert, dass die Forderung bald umgesetzt werde. 

Noch nicht vom Tisch ist die Idee, zwischen Geretsried und München einen Expressbus für Berufstätige einzusetzen. Auf Nachfrage von Thorsten Thane erklärte Wagner, dass derartige Schnellbusse bereits in anderen Regionen erfolgreich eingesetzt werden. „Der Verkehr wird in Geretsried aufgrund des starken Zuzugs in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Deshalb muss man sich über dieses Ergänzungsangebot zur S-Bahn weitere Gedanken machen“, unterstrich der Bundestagsabgeordnete. Wie im Gelben Blatt mehrfach berichtet, dürfte die angestrebte S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried frühestens in neun bis zehn Jahren vollzogen sein. In der Zwischenzeit könnte ein Bus vom Geretsrieder Rathaus bis zum südlichen Münchner Stadtteil Fürstenried verkehren. „Von dort besteht ein U-Bahn-Anschluss ins Zentrum“, sagte Wagner. Ein Ärgernis sei für ihn auch die hohe Störungsanfälligkeit der S7. Die zuständige DB Regio habe ihm nach seiner Anfrage zwar bescheinigt, dass auf dem teilweise eingleisigen Streckenabschnitt Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt wurden und derzeit eine umfangreiche Netzanalyse erstellt wird. „Ich werde aber weiterhin nachhaken und nach Ergebnissen fragen“, versprach Wagner den elf Besuchern. Peter Herrmann

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