Budenzauber in der Altstadt

Bunte Vielfalt des Christkindlmarkts lockt viele Besucher an

+
Werner Harant kam mit einem amerikanischen Wüstenbussard in die Marktstraße.

Wolfratshausen – Drei Tage lang waren in der Marktstraße, im Rathausinnenhof und am Loisachufer vor dem Sebastianisteg Stände sowie Attraktionen für Kinder aufgebaut. Die Besucher nahmen die verschiedenen Angebote dankbar an.

Wurde die Eröffnung des Christkindlmarktes am Freitag noch stark vom Regen und Wind beeinträchtigt, so bot sich am Samstag ein ganz anderes Bild: Bei trockenen Verhältnissen und kühlen Außentemperaturen wärmten sich viele Besucher mit Heißgetränken auf, bewunderten handwerklich angefertigte Dekoartikel oder ließen sich kulinarische Schmankerl wie die saftige Ochsenfetzensemmel schmecken.

Im Ratshausinnenhof belagerten Kinder die Eisenbahn oder verzierten Lebkuchen. „Die Stadt hat uns heuer erstmals eine Holzhütte zur Verfügung gestellt, das ist eine enorme Verbesserung“, zeigte sich Barbara Amann zufrieden. Die Leiterin des Kindergartens St. Nantovinus organisierte mit ihrem Team zum dritten Mal Bastelaktionen für Kinder. Die zweieinhalbjährige Lucy Klier aus Achmühle nahm das Angebot dankend an und gab ihren Eltern damit die Möglichkeit, sich entspannt an den anderen 57 Ständen umzusehen. So boten erstmals zwei Aussteller am Loisachufer vor dem Sebastianisteg ihre Waren an. „Leider wurden wir von einigen Besuchern, die von anderen Parkplätzen kamen, übersehen“, bedauerte Sylvia Freier. Insgesamt bewertete die Händlerin das gezeigte Interesse an ihren Geschenkartikeln aber als zufriedenstellend.

Eine etwas bessere Position haben sich die Vertreter der Wolfratshauser Städtepartnerschaftsvereine gesichert. Am Obermarkt beleuchteten zwei Lampions, die vor Kurzem noch im Japanischen Garten erstrahlten, ihre Bude. „Die Männer vom Patenschiff Oste hatten die Idee, hier erstmals einen Stand aufzustellen“, verriet Rainer Kebekus vom Barbezieux-Partnerschaftsverein.

Gleich nebenan boten die mittelalterlich gekleideten Mitglieder von „Illusion Larp“ ihren sogenannten „Wikinger“ an. Die süffige Mischung aus Met und dunklem Bier war zweifellos eine originelle Abwechslung zum Glühwein. Auf den Verkauf fair gehandelte Produkte legte die Grüne Jugend an ihrem Stand wert. „Der Erlös kommt sozialen Projekten zugute“, versprach Kreistageskandidat Jakob Koch. Zudem bat er zusammen mit Peter Curtius und Jimi Tammelleo um Spenden für die zivile Seenotrettung.

Politisch Interessierte zog es zudem in das wiederbelebte Gebäude am Schwankl-Eck. Die Bürgervereinigung Wolfratshausen eröffnet dort am kommenden Freitagabend ihr Bürgerbüro. Bürgermeister Klaus Heilinglechner und einige Stadträte stellten sich schon beim Christkindlmarkt den Fragen von Besuchern.

Trotz des hohen Geräuschpegels in der Marktstraße waren am Samstag auch die Schreie eines amerikanischen Wüstenbussards zu hören. „Ich gehe mit ihm oft auf Krähenjagd“, erklärte Werner Harant. Der Geltinger Rentner präsentierte den acht Monate alten Greifvogel am Christkindlmarkt erstmals der Öffentlichkeit. Bei so vielen Attraktionen, die von musikalischen Auftritten der Stadtkapelle und anderen Gruppen begleitet wurden, geriet das in Trümmern liegende Isar-Kaufhaus fast in Vergessenheit. Peter Herrmann

Auch interessant

Kommentare