„Wir wurden alle geerdet“

Christoph Schramm: ein erfolgreiches Jahr trotz vieler Turbulenzen

Auf dem Foto ist der CEO der prämierten Pizzamarke Gustavo Gusto.
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Christoph Schramm CEO der prämierten Pizzamarke Gustavo Gusto.
  • Viktoria Gray
    vonViktoria Gray
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Geretsried – Gleich zu Beginn des neuen Jahres lassen wir Persönlichkeiten aus dem Landkreis Bad Tölz- Wolfratshausen zu Wort kommen. Im Gespräch berichtet Franco Fresco Geschäftsführer Christoph Schramm über die Herausforderungen im vergangenen Jahr. Zu Franco Fresco gehört die Marke Gustavo Gusto die Premium-Tiefkühlpizzen in Geretsried herstellt und bereits zum zweiten Mal in Folge als FOCUS-Business-Wachstumschampion ausgezeichnet wurde.

In der Reihe „Wie geht‘s..?“ fragen wir Landkreis-Persönlichkeiten, wie sie die ungewöhnlichen Corona-Zeiten erleben.

Mit welchen drei Adjektiven würden Sie das Jahr 2020 beschreiben und in einem Satz erläutern warum?

„Turbulent: Corona hat auch den Lebensmittelmarkt durcheinandergewirbelt, die gestiegene Nachfrage hat uns vor große Herausforderungen gestellt und das Virus hat teilweise schmerzvolle vorbeugende Maßnahmen erfordert. Arbeitsintensiv: wir haben mit viel Mühe und Energie, Prozesse und Strukturen in unserem Unternehmen aufgebaut. Freudig: mein Sohn wurde im September geboren.“

Wie haben Sie das vergangene Jahr erlebt: berichten Sie…

„Es war ein Jahr voll Unsicherheiten, Entbehrungen und Dankbarkeit.“

Welche Nachteile hat ihnen die Corona-Pandemie eingebracht?

„Abgesehen von zusätzlicher Arbeit sind wir zum Glück von Nachteilen verschont geblieben.“

Können Sie aus der Krise auch was positives für sich herausziehen?

„Wir wurden alle wieder ein wenig geerdet und bescheidener. Und Corona hilft uns, die einfachen Dinge im Leben wie Kontakt zu Freunden oder Ausgehen mehr schätzen zu lernen.“

Gibt es ein spezielles Ereignis/Erlebnis, dass sie persönlich geprägt oder beeinflusst hat?

„Die Geburt meines Sohnes, welche mit Komplikationen einher ging, hat mir wieder gezeigt, wie schnell sich von einer auf die andere Sekunde alles verändern kann.“

Welche Herausforderungen sehen Sie für die Zukunft?

„Persönlich wird es eine Herausforderung den Spagat zwischen Familie und Arbeit hinzubekommen. Im Allgemeinen sehe ich das Ziel unser Leben nachhaltiger und gerechter zu gestalten und für Chancengleichheit zu sorgen.“

Wie sehen Ihre konkreten Pläne für 2021 aus?

„Ich möchte viel Zeit mit meiner Familie verbringen. Beruflich bereite ich die Eröffnung unseres zweiten Werks und eine Internationalisierung vor.“

Die Fragen stellte Daniel Wegscheider

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