Corona im Landkreis 

Zahl der Coronafälle steigt: Nordlandkreis stärker betroffen 

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Corona-Fallzahlen im Landkreis (Stand 1. April).

Landkreis – Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gibt es mittlerweile mehrere bestätigte Fälle von Infizierten mit dem Coronavirus: Hier lesen Sie alle Informationen zur aktuellen Lage.

Service: Aktuelle Informationen zu Corona im Landkreis gibt es auf https://www.lra-toelz.de/coronavirus

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das sich an Betriebe und Freiberufler richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind. Die Antragsformulare und weitere Informationen zum Programm sind unter https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/ abrufbar. Die Anträge sind für das Gebiet Oberbayern bei der Regierung von Oberbayern, Maximilianstraße 39, 80538 München, E-Mail: soforthilfe_corona@reg-ob.bayern.de, einzureichen. 

Update 1. April: 188 infizierte Personen, 66 aus der Quarantäne entlassen.

188 Personen sind am heutigen Mittwoch, 1. April 2020 (Stand 14 Uhr) nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. 171 befinden sich in häuslicher Isolation, 17 Personen sind in stationärer Behandlung. Bei sechs Erkrankten ist der Zustand kritisch. Bereits 66 Personen konnten aus der Quarantäne entlassen werden, sie gelten als genesen.

Update 31. März : 162 mit dem Coronavirus Infizierte im Landkreis 

162 Personen werden im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen gezählt. 12 werden stationär behandelt, eine Person wird beatmet, alle anderen halten sich in häuslicher Isolation auf. Positiv getestet wurden Personen in allen Kommunen des Landkreises mit Ausnahme in der Jachenau, berichtet Landratsamtsprecherin Marlis Peischer. 

"Die genaue Aufschlüsselung von Infizierten pro 1.000 Einwohner sowie in absoluten Zahlen zeigen die beiden Grafiken. Entscheidend für die Einordnung der Zahlen ist die Anzahl der Infizierten pro 1.000 Einwohner. Sie zeigt die Zahl der Infektionen in Relation zur Einwohnerzahl pro Kommune", erklärt Peischer.

"Gerade am Beispiel Bad Tölz werde im Vergleich mit der absoluten Zahl der infizierten Personen deutlich, warum diese Einordnung unbedingt beachtet werden sollte: absolut gesehen sind xx Einwohner mit dem Coronavirus infiziert, Bad Tölz wäre damit ein Hotspot im Landkreis, auf 1.000 Einwohner gesehen liegt die Kreisstadt aber im unteren Bereich und ist damit nicht als Hotspot zu bewerten. Unabhängig von absoluten Zahlen oder Infektionen pro 1.000 Einwohner zeigt sich, dass der Norden stärker betroffen ist als der Süden." 

In Münsing ist es immer noch in zwei Arztpraxen möglich, eine große Anzahl an Personen zu testen. Um auch im übrigen Teil des Landkreises die kassenärztliche Vereinigung als auch die Hausarztpraxen, die zunächst die Tests machten, zu entlasten und um die Tests optimaler zu strukturieren, initiierte das Gesundheitsamt bereits vor knapp zehn Tagen die Drive-In-Teststation auf der Flinthöhe. Zusätzlich wird seit dem heutigen 30. März der Hausbesuchsdienst von Landratsamt in Kooperation mit dem ärztlichen Kreisverband und den Feuerwehren organisiert. Mit diesen Maßnahmen ist die Hoffnung verbunden, infizierte Personen zügig zu finden und auch ärztlich zu begutachten. 

"Immer öfter erreichen das Bürgertelefon Nachfragen dazu, wann mit Testergebnis gerechnet werden kann", so Peischer weiter. "Die Wartezeiten liegen hier aktuell bei teilweise fünf bis sieben Tagen. Die lange Wartezeit entsteht durch die hohe Anzahl an Tests, die durch die Labore abgearbeitet werden müssen. Vor allem die positiv Getesteten sollen so schnell wie möglich informiert werden. Das Gesundheitsamt informiert - zuverlässig über alle positiven Befunde - sobald sie uns von den Laboren übermittelt werden - zuverlässig über alle positiven wie negativen Ergebnisse der Personen, die in der Drive-In-Teststation abgestrichen wurden."

Deshalb ein Appell des Gesundheitsamtes: "Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger darum, von Nachfragen abzusehen, wann das Ergebnis eines Tests vorliegt. Dies kann aktuell teilweise fünf bis sieben Tage dauern. Aussagen über Testungen, die durch niedergelassene Ärzte bzw. KVB durchgeführt wurden, können wir nicht machen, wenn das Ergebnis negativ ist. Dieses muss von der Person, die den Abstrich durchgeführt hat, dem Patienten übermittelt werden."

Update 29. März: 148 Personen sind infiziert

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen liegt im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen am Sonntagnachmittag bei 148 Personen. Neun Personen sind in stationärer Behandlung, eine Person wird weiterhin beatmet.

Update 26. März: 120 Corona-Infizierte im Landkreis

Im Landkreis werden heute Nachmittag, Donnerstag, 26. März 2020 insgesamt 120 mit Covid-19 infizierte Personen gezählt. Vier Personen werden stationär behandelt, die Übrigen befinden sich in häuslicher Isolation. Alle Betroffenen, neun Frauen und 21 Männer, im Alter von 20 bis 79 Jahre sind stabil.

25. März: 90 Corona-Infizierte im Landkreis

Im Landkreis wurden laut Landratsamt heute Nachmittag insgesamt 90 mit Covid-19 infizierte Personen gezählt. Fünf Personen werden stationär behandelt, die Übrigen befinden sich in häuslicher Isolation. "Alle Betroffenen sind stabil", berichtet Sprecherin Sabine Schmid.

24. März: Insgesamt 74 Fälle im Landkreis

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sind elf weitere bestätigte Coronavirus-Fälle hinzugekommen. Insgesamt haben sich nun 74 Personen im Landkreis mit dem Virus infiziert.

Bei den neuen Fällen handelt es sich um vier Frauen und siebenMänner im Alter zwischen 29 und 74 Jahren. Drei der Neuerkrankten sind in stationärer Behandlung die weiteren Patienten befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Updadte 23. März: Insgesamt 63 Fälle im Landkreis

Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sind acht weitere bestätigte Coronavirus-Fälle hinzugekommen. Insgesamt haben sich nun 63 Personen im Landkreis mit dem Virus bestätigt infiziert.

Bei den neuen Fällen handelt es sich um sieben Männer und eine Frau im Alter zwischen 30 und 84 Jahren. Alle Neuerkrankten sind stabil und befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Aus der Quarantäne entlassen wurden heute vier Personen

Update 22. März: Insgesamt 55 Coronavirus-Fälle im Landkreis Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. 

Seit Samstagnachmittag sind sechs weitere Personen am Coronavirus erkrankt. Die Gesamtzahl der Fälle beläuft sich nun auf 55 positiv getestete. Die neu Erkrankten haben überwiegen leichte Erkrankungssymptome, alle befinden sich in häuslicher Quarantäne. 

Update 18. März: Neun weitere Coronavirus-Fälle im Landkreis Bad Tölz- Wolfratshausen

Nun sind im Landkreis neun weitere bestätigte Coronavirus-Fälle hinzugekommen. Insgesamt haben sich somit nun 20 Personen im Landkreis mit dem Virus infiziert. Bei den neuen Fällen handelt es sich um drei Frauen im Alter zwischen 19 und 42 Jahren sowie sechs Männer im Alter zwischen 25 und 64 Jahren. Sowohl die Patienten als auch die Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne. Bei einem Teil der Kontaktpersonen wurden bereits Abstriche vorgenommen, die restlichen Personen werden laut Landratsamt noch getestet. 

Den neunten Fall gibt es seit heute in der Asylbewerberunterkunft Geretsried. Dort hat das Gesundheitsamt das Virus bei einem Asylbewerber festgestellt, der nun in Quarantäne außerhalb der Unterkunft verbracht wird. Vorsorglich müssen daher alle anderen 165 Personen, darunter auch Familien, ebenfalls getestet werden. Sie müssen zur Sicherheit in der Unterkunft zur häuslichen Quarantäne verbleiben, bis die medizinischen Untersuchungsergebnisse vorliegen. Darüber hinaus ermittelt das Landratsamt, welche ehrenamtlichen Betreuer direkten persönlichen Kontakt zu dem erkrankten Asylbewerber hatten.

Absolutes Besucherverbot in der Kreisklinik

In der Kreisklinik Wolfratshausen sind derzeit keine Besuche mehr erlaubt und auch die für die kommenden Wochen geplanten Veranstaltungen wurden abgesagt. Die Kreisklinik hat aufgrund der Anordnung von Ministerpräsident Markus Söder zur Einschränkung der Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie der auch im Landkreis steigenden Zahl der Coronafälle ein absolutes Besuchsverbot ausgesprochen. In Ausnahmefällen, wie etwa bei Palliativpatienten, ist nach individueller Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ein Besuch des Patienten möglich. Diese einschneidende Maßnahme ist notwendig, um unsere Patienten und die Mitarbeiter zu schützen. „Wir können daher aufgrund der zu treffenden Infektionsschutzmaßnahmen vor dem Coronavirus Angehörigen und Besuchern nicht erlauben die Kreisklinik zu betreten“, so die Geschäftsführung. Die Klinik bittet hierfür um Verständnis und bedankt sich für die Einhaltung zum Wohle Ihrer versorgungsbedürftigen Angehörigen, der Mitarbeiter der Kreisklinik sowie der Bevölkerung. 

Update 17.März: Ein weiterer Coronavirus-Fall im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen bestätigt

Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist am Sonntag ein weiterer bestätigter Coronavirus-Fall hinzugekommen.

Es handelt sich um einen 71-Jährigen, der als Kontaktperson getestet wurde, aber keine Symptome aufweist. Eine Person, die mit dem Betroffenen in Kontakt war, hat einen Abstrich bekommen. Sowohl Patient als auch die Kontaktperson befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Insgesamt haben sich nun elf Personen aus dem Landkreis mit dem Virus infiziert.

Update 16. März: 

Am Montag rief Ministerpräsident Markus Söder den Katastrophenfall für Bayern aus. Dadurch können Maßnahmen besser koordiniert werden. Zudem werden seit Dienstag, der Anordnung der Staatsregierung folgend, alle Freizeiteinrichtungen geschlossen – betroffen davon sind auch Bibliotheken, Jugendeinrichtungen, Musikschulen, Vereinsräume, Tagungsräume, Sporthallen, Schwimmbäder und Spielplätze.

Für die Stadt Bad Tölz bedeutet das zunächst, dass sowohl die Stadtbibliothek als auch die Kurbücherei, Stadtarchiv, VitalZentrum, Stadtmuseum sowie die Tourist-Information an der Marktstraße und die Einrichtungen der Jugendförderung (Bürgerhaus in der General-Patton-Straße und Jugendcafé in der Hindenburgstraße) geschlossen werden.

Die Tourist-Information am Max-Höfler-Platz ist ebenfalls geschlossen. In dringenden Fällen, wie etwa einen Termin zur Kartenrückgabe für abgesagte Veranstaltungen, kann jedoch unter Tel: 08041/7867-0 von Montag bis Freitag (9 bis 12 Uhr) vereinbart werden. Aufgrund der Absage aller Veranstaltungen im Stadtgebiet und die mit den Auflagen verbundenen Einschränkungen zur Nutzung von Freizeiteinrichtungen wird die Entrichtung des Kurbeitrages von Dienstag, 17. März, bis einschließlich Sonntag, 19. April, ausgesetzt.

Da die allgemeine Versorgung sichergestellt bleiben muss, wurde entschieden, den Wochen- sowie den Bauernmarkt vorerst weiterhin regelmäßig stattfinden zu lassen. Auch der Wertstoffhof in der Dietramszeller Straße 32 bleibt bis auf Weiteres geöffnet. 

Zahl der Coronafälle

Die Zahl der Coronafälle steigt auf insgesamt zehn im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen: Seit Freitagabend sind vier weitere Fälle hinzugekommen. Es handelt sich dabei um eine 30- und eine 35-jährige Frau sowie um einen 77- und einen 44-jährigen Mann. Alle vier zeigen leichte Symptome, ihr Gesundheitszustand ist stabil. Die Personen stehen unter häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt die Kontaktpersonen. Insgesamt haben sich nun zehn Personen aus dem Landkreis mit dem Coronavirus infiziert.

Die ersten beiden Fälle im Landkreis vermeldete das Landratsamt am Mittwoch. Zwei Männer im Alter von 50- und 51-Jahren, die nicht miteinander in Kontakt stehen. Erster habe sich bei einem Auslandsaufenthalt angesteckt. Am Donnerstag kamen zwei weitere bestätigte Corona-Infizierte dazu: ein 25-Jähriger, der sich wahrscheinlich in einer Berufsschule außerhalb des Landkreises angesteckt hat. Bei der zweiten Person handelt es sich um eine 30-Jährige, die sich laut Amt möglicherweise in Italien angesteckt hat. Alle zeigen milde Symptome und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Die Kontaktpersonen der Betroffenen werden durch das Gesundheitsamt ermittelt.

Diese städtischen Veranstaltungen entfallen

In Anbetracht des ersten Falles sagte Landrat Josef Niedermaier: „Wir waren lange verschont, doch nach der immensen Zunahme der Fälle in den vergangenen Tagen, war es nur eine Frage der Zeit, bis das Virus auch unseren Landkreis erreicht. Wir sind jedoch gut vorbereitet und agieren mit Bedacht.“

Dr. Stephan Gebrande, Leiter des Gesundheitsamtes, ruft wie schon in den vergangenen Tagen die Menschen dazu auf, insbesondere auf Hand-, Hust- und Nieshygiene zu achten. Momentan wird die sogenannte Eindämmungsstrategie verfolgt. Heißt: der öffentliche Gesundheitsdienst verfolgt das Ziel, einzelne Infektionen so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus dadurch soweit wie möglich zu verhindern. Der Fokus richtet sich nun aber auch darauf, insbesondere Personen zu schützen, die ein Risiko für schwere Krankheitsverläufe aufweisen.

Umsatzeinbrüche bei Gastgewerben

Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an. Auch verschiedene Grunderkrankungen wie etwa Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen scheinen unabhängig vom Alter das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen. Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem besteht ebenfalls ein höheres Risiko.

Dagegen sind nach derzeitigen Erkenntnissen unter 20-Jährige mit nur 2,4 Prozent Anteil an den nachgewiesenen Infizierten kaum betroffen. Laut Landratsamt scheinen auch Schwangere keine erhöhtes Erkrankungsrisiko zu haben.

Für Risikogruppen empfiehlt das Gesundheitsamt: Neben den allgemeinen Verhaltensregeln wie Hände waschen und Abstand halten, sollten sie vor allem weitere Maßnahmen der Kontaktreduktion ergreifen.Wichtig sei auch eine aktive Information über das Krankheitsbild, die bei der frühzeitigen Selbsterkennung von Symptomen helfen könne.

Erkrankte sollten rasch Kontakt zur Hausarztpraxis aufnehmen, insbesondere wenn in der näheren privaten oder beruflichen Umfeld Fälle von Corona bekannt werden. Wichtig sei laut dem Gesundheitsamt vor allem, dass Erkrankte oder Personen, die aus Risikogebieten kommen oder Kontakt zu sicher diagnostizierten Coronafällen hatten, Menschen, für die eine Ansteckung gefährlich werden kann, mindestens 14 Tage meiden. „Hier kann ich nur an die Verantwortung und Solidarität jedes einzelnen appellieren“, so Landrat Niedermaier. 

Übrigens: Der Tölzer Land Tourismus hat Online auf www.toelzer-land.de/coronavirus eine zentrale Informationsseite für Gäste und Beherbergungsbetriebe zur aktuellen Lage eingerichtet. dwe

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