Durchwachsene Saison

Freibäder im Tölzer Land: So lief die Badesaison 2021

Ein Junge springt ins Tölzer Naturfreibad Eichmühle.
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Erfrischender Sprung: Hier das Tölzer Naturfreibad Eichmühle.
  • Daniel Wegscheider
    VonDaniel Wegscheider
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Landkreis – Die Meinungen der Bäderbetreiber ist gemischt: Dennoch zeigt sich beim diesjährigen Fazit zur Schwimmsaison in den hiesigen Natur- und Freibädern eine eher mäßige Besucheranzahl.

Schuld daran waren der viele Niederschlag sowie die Corona-bedingten Kapazitätsgrenzen sowie die hohen Hygienemaßnahmen.

Das Tölzer „Oach“ ist besonders von der Witterung abhängig. „Bei Regen ist das Bad ganztägig geschlossen“, berichtet Reinhard Oberleitner, Leiter der Freizeitbetriebe der Tölzer Stadtwerke, die wiederum für die Eichmühle zuständig sind.

Denn das Naturbad habe genaue Wasserqualität-Vorgaben, die eingehalten und nach einem Starkregen-Ereignis geprüft werden müssen. Außerdem komme bei so einem Wetter ohnehin „keiner ins Naturbad“.

Eichmühle noch bis Ende der Schulferien geöffnet

Für Oberleitner steht fest: „Der letzte Sommer war besser.“ Und das, obwohl die Freibäder aufgrund der Corona-Lage erst Anfang Juli aufsperren konnten. „Wir hatten mehr Schönwettertage gehabt.

Das Naturfreibad „Eichmühle“ in Bad Tölz.

Es war einfach im gesamten von den Öffnungstagen und dem Wetter besser.“ Wie viele das gegenüber dem vergangenen Jahr waren, kann Oberleitner noch nicht genau bestimmen. Da die Eichmühle noch bis mindestens zum Ende der Schulferien geöffnet hat.

Des Weiteren waren die Corona-Maßnahmen „nicht optimal“ fürs Angebot, so Oberleitner. So konnte die Eichmühle für seine Gäste etwa keine Wasserspielgeräte anbieten oder den Beachvolleyballplatz öffnen.

Dennoch besuchten viele Stammkunden und Urlauber das Naturbad. „Ein kunterbuntes Publikum aus Jung und Alt.“ Trotz der Corona-Auflagen habe alles reibungslos funktioniert, lobt Oberleitner. „Die Leute waren sehr verständnisvoll und haben alle Maßnahmen eingehalten.“

9.000 Eintritte an 55 Öffnungstagen in Lenggries

„Überschaubar“ ist auch die Saisonbilanz in Lenggries, wie Bürgermeister Stefan Klaffenbacher berichtet. Seiner Meinung nach hätte das Freibad besser besucht sein können. Insbesondere der verregnete August mitten in der Ferienzeit ließ die Eintrittskasse wenig klingeln.

Aufgrund der Auflagen dürfen maximal 500 Gäste gleichzeitig aufs Gelände: „Wir sind nicht an die Kapazitäten gestoßen“, so der Rathauschef.

Kurz vor Saisonabschluss verzeichnet Gemeinde-Geschäftsleiter Tobias Riesch 9.000 Eintritte an 55 Öffnungstagen. Allerdings habe das Bad bei stabiler Wetterlage noch bis Mitte September geöffnet.

Durchwachsenes Plansch-Vergnügen im Alpenwarmbad Benediktbeuern

Ein durchwachsenes Plansch-Vergnügen auch im Alpenwarmbad Benediktbeuern. „Bis Mitte Juni war es super, danach hat es konsequent nachgelassen“, betont Badeleiter Robert Baumgartner. Auch hier, die diesjährige Witterung verantwortlich. „Für ein Freibad katastrophal.“

Dagegen ist es während der „Gut-Wetter-Phasen super gelaufen und die Karten waren schnell weg“, ergänzt Sabine Rauscher von der Gästeinformation.

Das Alpenwarmbad in Benediktbeuern.

Gut angenommen wurde das Online-Buchungssystem, um lange Wartezeiten und Schlangenbildung vor der Kasse zu vermeiden. „Das haben die Gäste sehr geschätzt.“ Für eine faire Verteilung wurde der Betrieb in zwei Schichten geführt: vormittags und nachmittags für jeweils 400 Menschen.

An heißen Tagen war das Alpenwarmbad ausverkauft, an verregneten kamen teils nur 20 Personen. „Außer der Sportschwimmer, denen ist das Wetter egal“, so der Bademeister.

Kein Hochwasser in Arzbach

Ähnliches berichtet Gitti Pirchmoser, Inhaberin des „Alpenbads“ in Arzbach. An schönen Tagen war „gut was los“. Zudem wurden viele Saisonkarten verkauft.

Das Alpenbad in Arzbach.

Was den Regen angeht, sieht sie es pragmatisch: „Am Wetter kann man nix machen.“ Trotz des Starkregens sei der nahegelegene Arzbach nicht übergelaufen. „Wir hatten kein Hochwasser und sind froh, dass es so gut gelaufen ist.“

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