Dachgaube brennt völlig aus

Feuerwehr-Großeinsatz in Eurasburg: Geschätzter Schaden am Wohnhaus 300.000 Euro

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Bis in die Abendstunden dauerte die Brandbekämpfung an einem zweistöckigen Wohnhaus in Eurasburg.

Eurasburg – Dunkle Rauchsäulen strömen aus der Dachgaube und aus zerborstenen Fenstern lodern die Flammen: Selbst der Einsatzleiter des Feuerwehreinsatzes zeigte sich beeindruckt als am Sonntagnachmittag der Brand eines Wohnhauses in Eurasburg ein Großaufgebot an Feuerwehren alarmierte. Durch das schnelle Eingreifen war das Feuer nach rund fünf Stunden gelöscht – verletzt wurde niemand.

„Es hat schon richtig gebrannt“, beschreibt Erich Zengerle den Brand des Wohnhauses am Höhenweg, dort leitete der Kreisbrandinspektor Nord am Sonntag den Feuerwehreinsatz. Gegen 16.20 Uhr teilte eine Anwohnerin über Notruf eine starke Rauchentwicklung mit. Bis zum Eintreffen der Feuerwehren und Rettungskräfte brannte bereits das erste Ober- und Dachgeschoss vollständig.

„Wir hatten den Brand schnell unter Kontrolle und haben verhindert, dass sich das Feuer weiter ausbreitet“, sagt Zengerle. Die sich im Haus befindenden Bewohner bleiben unverletzt und kamen bei Angehörigen unter. Die Nachlöscharbeiten zogen sich dann bis in die Abendstunden, gegen 21.30 Uhr war der Einsatz beendet. Um an die einzelnen Glutnester zu kommen, mussten die Feuerwehrler Teile der Dachdämmung entfernen. Dafür wurde zudem die Drehleiter der Wolfratshauser Floriansjünger gebraucht. Im Einsatz waren insgesamt 96 Feuerwehrleute, darunter Atemschutzträger, der Wehren Herrnhausen, Wolfratshausen, Degerndorf, Holzhausen, Beuerberg, Geretsried und Eurasburg.

Die Kameraden aus Eurasburg übernahmen auch die Brandwache bis zum nächsten Morgen. „In der Früh gab es dann noch einmal eine kleine Rauchentwicklung an einem Balken“, berichtet Zengerle, „der schnell abgelöscht wurde“.

Die Kriminalpolizeiinspektion Weilheim übernahm umgehend ihre ersten Ermittlungen zur Brandursache. „Nach derzeitigem Stand gehen die Ermittler von einem technischen Defekt aus“, berichtet Martin Emig, Pressesprecher Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Hinweise auf Brandstiftung legen nicht vor. Der Sachschaden an dem Wohnhaus in Eurasburg schätzt die Polizei derzeit auf rund 300.000 Euro. Daniel Wegscheider

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