Strategie für Wolfratshausen

Dachmarkendiskussion: Die Zukunft des Wolfratshauser Marketings

Floßbau in Wolfratshausen
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Beim Floßbau: Wolfratshausen funktioniert als „Internationale Flößerstadt“ und wird den Ergebnissen der Befragungen zufolge auch so wahrgenommen.
  • Viktoria Gray
    vonViktoria Gray
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Wolfratshausen – Die Stadt führt derzeit in noch nicht-öffentlichen Kreisen eine Dachmarkendiskussion. Dabei geht es um das zukünftige Marketing von Wolfratshausen.


Etwa 50 Personen führen die Dachmarkendiskussion. „Die Markengruppe besteht aus einem Querschnitt von Vertretern aus Verwaltung, Politik, Vereinen und Gewerbe“, erklärt Referatsleiter vom Stadtmarketing Stefan Werner. Erst wenn die Diskussion abgeschlossen sei, können die Ergebnisse öffentlich im Stadtrat präsentiert werden. Da die Corona-Pandemie den „sehr diskussionsintensiven Prozess immer wieder verzögert“ hätte, wird frühestens im Juni 2021 mit Ergebnissen gerechnet.

„Ziel der Dachmarkenstrategie ist die Priorisierung von Themen, die für das zukünftige Marketing von Wolfratshausen von Bedeutung sind“, so Werner. Dabei ginge es um ein möglichst klares Stadtprofil mit hohem Wiedererkennungswert. „Dieses hilft dabei, durch andere besser wahrgenommen zu werden“, sagt der Referatsleiter.

„Kernmarke“ funktioniert

„Als „Internationale Flößerstadt“ hat Wolfratshausen bereits eine funktionierende Kernmarke, die von anderen Städten abhebt“, weiß Werner. Diese Kernmarke solle jedoch durch weitere Themen, die Wolfratshausen besonders macht, unter einem Markendach ergänzt und gestärkt werden. Ein abgestimmtes Dachmarkenkonzept sei zudem die Grundlage, die Markenkommunikation der Stadt zu verbessern. Auch soll Wolfratshausen durch öffentliche und private Leistungsträger gemeinschaftlich gestaltet werden.

Wettbewerbsanalyse

2020 gab es dann eine Wettbewerbsanalyse. Zum einen ergab diese sich aus einer vergleichenden Analyse umliegender Gemeinden und zum anderen wurde eine Fremdimagebefragung durchgeführt. Bei letzterer werden per Zufallsstichprobe 1.200 Haushalte aus Umlandgemeinden zu ihrer Wahrnehmung von Wolfratshausen befragt. Laut Werner haben sich über 200 der Befragten beteiligt.

Referatsleiter Stadtmarketing, Dr. Stefan Werner.

Es gab aber mehrere Gründe, die den Prozess beträchtlich entschleunigt hätten. So seien neben der Pandemie auch die Kommunalwahlen Gründe gewesen. Präsenzdiskussionen mit der Markengruppe etwa mussten ausfallen. Ein geplanter Workshop mit der Markengruppe zur Diskussion der Ergebnisse der Fremdimagebefragung fand deshalb auch online statt. Die Ergebnisse der „Delphi-Befragung“ (systematisches, mehrstufiges Befragungsverfahren) wurden dann in der Markengruppe präsentiert und konnten kommentiert werden. In einem zweiten Schritt wurden die kommentierten Ergebnisse nochmals gewichtet.

Aktuell, sagt Werner, wertet das Institut für Stadt und Regionalmanagement (isr) die Delphi-Befragung und alle Teilergebnisse im Gesamtzusammenhang aus. Daraus soll ein erster Entwurf für ein mögliches Positionierungskonzept erstellt werden. Die vielen Teilergebnisse müssen aber erst noch interpretiert werden, heißt es Referatsleiter.

Differenzierte Ergebnisse

Bereits jetzt würde man aber erkennen, dass die Ergebnisse sehr differenziert und konstruktiv sind. „In der Fremdimagebefragung wurden auch kritischere Töne bezüglich der Außenwahrnehmung unserer Stadt aufgeführt“, erklärt Werner. Gleichzeit funktioniere jedoch die Kernmarke „Internationale Flößerstadt“.

Vorab können alle Schritte des bisherigen Prozesses auf www.wolfratshausen.de/dachmarke eingesehen werden.

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