„Dahoam is Dahoam“-Darsteller Rom macht Werbung für eine Heimatgemeinde Lenggries

Rom in Lenggries: Bürgermeister unter sich

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Werner Rom alias der „Bürgermeister von Lansing“ aus der TV-Serie „Dahoam is Dahoam“ trug sich auf Einladung von Bürgermeister Werner Weindl ins Goldene Buch von Lenggries ein: Der Gemeinde, in der er aufwuchs.

Lenggries – Lange hat es gedauert, doch jetzt hat es Werner Rom geschafft. „Jetzt bin ich angekommen in Lenggries“ – und das, obwohl er von hier stammt. Doch als Wegscheider hat es der TV-Darsteller („Dahoam is Dahoam“ und „Löwengrube“) schwer gehabt, in Lenggries integriert worden zu sein.

Nun findet er sich im Goldenen Buch der Gemeinde, gleich hinter Martina Ertl und Kardinal Reinhard Marx. Und auch auf dem Titelfoto des Gastgeberverzeichnisses 2013. Der „Bürgermeister von Lansing“ wirbt darauf für seine eigentliche Heimat.

Das hat sich der kleine Werner Rom wohl nicht in seinen kühnsten Vorstellungen ausgemalt, dass er einmal zur Pressekonferenz ins Lenggrieser Rathaus geladen wird. Damals, als er als kleiner Bub zusammen mit seinen Kameraden Cowboy spielte und sich unter Kaplan Axel Meulemann in der Kolpingjugend engagierte. Oder als er in jungen Jahren einen Sommer auf der Finstermünzalm am Brauneck verbrachte, „als Hiatabua, bei den Wegscheider Bauern“, wie Rom berichtet. Dieses Erlebnis hinterließ Erinnerungen. Denn auch Jahrzehnte später weiß er noch ganz genau, dass die Sennerin der benachbarten Alm das Annamirl war. „Die würde ich gerne mal wieder treffen“, schmunzelt Rom und schwelgt weiter in Erinnerungen. Die Lederhose von damals habe er heute noch. Und dank des umsichtigen Weitblicks seiner Mutter, die dieses „Gwand“ vorausschauend ein paar Nummern zu groß gekauft hat, trägt er sie heute auch noch. „Allerdings wurde sie inzwischen etwas geändert und geweitet“, so Rom. 

TI-Chefin Stephanie Rehm überreichte Dahoam is Dahoam-Darsteller Werner Rom ein Präsent – der Schauspieler wirbt künftig für die Brauneckgemeinde.

In seiner ganz persönlichen Bürgermeisterdienstbesprechung mit dem Lenggrieser Rathauschef Werner Weindl erzählt Rom auch von der Theatergruppe, die er aus der Kolpingjugend heraus gründete: Der Anfang seiner schauspielerischen Karriere. „Die Kerze“ von Leo Tolstoi wurde da aufgeführt – und Rom mimte einen unterdrückten Bauern. Ohnehin habe er immer nur diejenigen Rollen gespielt, die unbeliebt waren. „Ich mime Menschen, die mich selber stören“, sagt Rom und skizziert sodann seine weitere Laufbahn, die eigentlich völlig atypisch begann. Eine Werkzeugmacherlehre führte ihn nach München, „das war eine Katastrophe“. Denn der dann 18-Jährige musste sich abermals integrieren, zurechtfinden in der großen Stadt. Tat er dann aber, arbeitete als Beleuchter im Nationaltheater. Seither war für ihn klar. „Ich wollte Spielleiter oder Kameramann werden.“ Doch Regisseur wurde er nicht. Wohl aber ein Charakterdarsteller, der aus der bayerischen Filmszene nicht wegzudenken ist. Spätestens seit er in die Rolle des Bäckers Max Kreitmeier in der „Löwengrube“ rutschte – neben Gerd Fitz und Jörg Hube. Wobei Rom diesen schweren Stoff vor allem deshalb schätzt, da die Nazi-Zeit hier einmal aus der Sicht des kleinen Mannes gezeigt wurde. Denn die Politik liegt ihm eigentlich fern. Ihm, dem Bürgermeister von Lansing. Und deshalb stellt er gegenüber Bürgermeister Werner Weindl auch unverblümt fest: „Deinen Posten möcht’ ich nicht haben.“ Was den echten „Kollegen“ prompt beruhigt: „Denn Werner Rom, das wär schon ein harter Konkurrent.“  Thomas Kapfer-Arrington

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