Wackelstein auf Prüfstand

Defektes Wasserspiel in Geretsried soll leiser werden

Der Wackelstein vor dem Bachlauf am Karl-Lederer-Platz.
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Ist derzeit nicht funktionstüchtig: der Wackelstein vor dem Bachlauf am Karl-Lederer-Platz.

Geretsried – Der Wackelstein vor dem Bachlauf am Karl-Lederer-Platz erfreute sich bisher vor allem bei Kindern und Jugendlichen großer Beliebtheit.

Wird er bewegt, kommt es zur Aktivierung von Düsen und Wasserfontänen. Da aber aufgrund eines Defekts ein zu hoher Lärmpegel erreicht wurde, muss das Brunnensystem nun überprüft werden. Seit einigen Wochen umkreist ein Bauzaun den für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglichen Wackelstein. Den Grund verrät Rathaus-Pressesprecher Thomas Loibl.

„Es liegt tatsächlich eine Störung der Sensorik vor“, erklärte er. So bedurfte es kurz vor der Sperrung einen erhöhten Kraftaufwand, um die Düsen zu aktivieren. Gleichzeitig stieg der Geräuschpegel erheblich. Dies wiederum empörte Anwohner, die sich aufgrund der Lärmbelästigung im Rathaus beschwerten. „Ich habe nichts gegen spielende Kinder“, stellt Ria Morbach klar. Die 81-Jährige registrierte die knirschenden Geräusche des Wackelsteins jedoch auch am Abend und fühlte sich oft um den Schlaf gebracht. Zu dieser Zeit treffen sich vor allem Jugendliche auf dem Karl-Lederer-Platz.

Brunnensystem soll optimiert werden

Der Baulärm der vergangenen Jahre habe sie dagegen kaum gestört. „Darauf konnte ich mich einstellen, weil abends Ruhe war“, erinnert sie sich. Die Stadt hat nun die Kusser Granitwerke GmbH damit beauftragt, den Wackelstein und das Brunnensystem zu optimieren. So könnte auch der Wasserfilm um ein paar Zentimeter erhöht werden, damit Kinder darauf noch besser ihre Schiffchen fahren lassen können. Ria Morbach sieht diesen Plänen mit gemischten Gefühlen entgegen.

„Manche Familien kommen schon jetzt vollgepackt mit Proviant zum Karl-Lederer-Platz, um dort mehrere Stunden zu verbringen“, beobachtete sie. Dadurch entstehe auch mehr Müll, der nicht immer in den dafür vorgesehenen Behältern lande.

Thomas Loibl nimmt die Bedenken einiger Anwohner zwar ernst, verweist aber auch auf die einst vom Stadtrat vorgegebenen Ziele. „Der Wackelstein sowie der Brunnen sollen zu einer Belebung des Zentrums beitragen und niemanden stören“, betont der Pressesprecher. Wann genau sich die Fontänen wieder aktivieren lassen, sei momentan noch nicht absehbar.

Peter Herrmann

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