Neuschnee brachte Bergnot

Der Neuschnee lockte Sportler an und forderte viele Bergwacht Einsätze

Ein Hubschrauber in landet in Lenggries
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Zu einem Einsatz gelangen die Helfer per Hubschrauber zu der schwierigen Stelle.
  • Viktoria Gray
    vonViktoria Gray
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Lenggries – Der erneute Schneefall vergangene Woche zog nochmal einige Wintersportler in die Berge. Die Lenggrieser Bergwacht rückte gleich zu vier Einsätzen aus.

Am Samstag, 20. März, gegen 11 Uhr ereilt die Bergrettungswache die Meldung einer gestürzten Skifahrerin. Eine neunjährige habe im Bereich der vorderen Abfahrt am Brauneck die Kontrolle über ihre Ski verloren. Kurz darauf gab sie an, starke Schmerzen im Bein zu spüren. Nach einer Erstversorgung durch die Bergretter wurde das Mädchen ins Tal transportiert. Anschließend wurde sie ins Krankenhaus nach Tölz gebracht.Während das Mädchen abtransportiert wurde, ereilt die Bergretter schon der zweite Notruf.

Ein 21-jähriger Skitourengeher am Schafreuter habe sich verletzt. Aufgrund des schwierigen Geländes kam ein Rettungshubschrauber zum Einsatz, der vorab im Tal zwei Männer der Bergwacht aufsammelte. Zeitgleich machen sich zwei Bergretter bereit um die Unfallstelle gegebenfalls zu Fuß zu erreichen. „In diesem Fall hätte eine aufwändige Rettung stattfinden müssen, um den Patienten auf dem Fußweg abtransportieren zu können“, berichtet Lina Feile, Pressesprecherin der Bergwacht. Zudem wurde von einer „fliegerischen Meisterleistung“ des Piloten gesprochen. Diese ermöglichte es, einen Bergwachtler mittels Winde aus mehreren Metern Höhe zum Patienten herunterzulassen. Mit der sogenannten Kapprettung – also einer Rettung bei der der Retter am Seil unter dem in der Luft stehenden Hubschrauber gesichert bleibt und dem Patienten nur schnell einen Gurt anlegt um dann gemeinsam mit der Winde wieder nach Oben gezogen zu werden – konnte der junge Skitourengeher aus dem unwegsamen Gelände gerettet werden. Nach einer medizinischen Versorgung durch die Hubschrauberbesatzung wurde der Patient ins Klinikum nach Murnau geflogen.

Auch per Skidoo eilten die Einsatzkräfte zu den Verletzten

Nur Minuten später kam die nächste Meldung. Diesmal war ein 26-Jähriger im Bereich der vorderen Abfahrt am Brauneck gestürzt und hatte sich die Schulter ausgekugelt. Ehrenamtliche Retter der Bergwacht Lenggries und ein ausgebildeter Bergwacht-Notarzt wurden mit dem Skidoo vom Tal zum Patienten gebracht. Nach einer Versorgung mit Schmerzmitteln renkte der Notarzt die Schulter wieder ein.

Nahezu zeitgleich stürzte eine junge Frau auf der hinteren Abfahrt am Brauneck und verletzte sich leicht. Da sie sich die Abfahrt angesichts der Verletzung nicht mehr zutraute, rief sie die Bergwacht. Zwei Retter der Bergwacht eilten ihr von der Bergwachthütte am Brauneck zur Hilfe und transportierten die Frau mit einer Trage ins Tal.

Lesen Sie hier von weiteren Einsätzen der Bergwacht in Lenggries: Nach 70-Meter-Sturz am Brauneck mit leichten Verletzungen davongekommen oder Hubschraubereinsätze der Bergwacht: zwei Frauen verletzen sich am Fuß

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