Auf historischen Pfaden

Dieses Programm gibt es am Tag des Denkmals: von Dorf- bis hin zu Kirchenführungen

Das Baudenkmal Schustermann in Eurasburg.
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Das Baudenkmal Schustermann in Eurasburg wurde etwa im Jahre 1659 errichtet. Es handelte sich ursprünglich um ein Flößer- und Söldnerhaus, in dem später auch Schusterarbeiten für das Kloster Beuerberg verrichtet wurden.
  • Daniel Wegscheider
    VonDaniel Wegscheider
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Region – Der Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 12. September, soll die Bedeutung des baukulturelllen Erbes erlebbar machen.

Im Landkreis gibt es dazu etwa Führungen zu historischen Grenzsteinen, eine historische Dorfwanderung oder es kann ein altes Flößerhaus besucht werden.

Denkmalführung in Thanning

Im Eglinger Ortsteil Thanning wird es an den beiden Tagen eine Denkmalführung geben: Dabei erfahren die Besucher, dass das Dorf Thanning 769 erstmals erwähnt wurde.

„Der ehemalige Grafensitz, Urpfarrei und Gerichtsort blickt auf eine bewegte Geschichte zurück“, berichtet Dr. Guido Weber, der den kurzweiligen Rundgang zu acht Denkmälern durchführt.

Dabei berichtet er etwa von der Volksheiligen Gräfin Justitia, dem Freiheitskämpfer Johann Georg Khidler und von Eremiten im Kirchturm. Aber auch Kerker und Skelette, das frühere Steuer- und Schulsystem, Blockhäuser des 17. und 18. Jahrhunderts sowie das Gold der Zimmerleute sind Thema. Treffpunkt ist vor der Kirche in Thanning (Hauptstraße). Die Führungen starten am Sonntag, 12. September, jeweils um 10, 13 sowie um 15 Uhr.

Bergwanderung zu historischen Grenzsteinen

In Lenggries wird dagegen zu den historischen Grenzsteinen von 1584 und 1651gewandert. Dabei geht es zuerst zur Schronbach-Alm und von dort etwa 45 Minuten weiter zum ersten Grenzstein.

Dann 200 Höhenmeter weiter durch den Bergwald am Adamskopf. Auf dem Rückweg zum Schronbach und zum Parkplatz trifft die Wandergruppe auf den zweiten Grenzstein.

Die dreistündige Wanderung mit Leiter Jost Gudelius findet bei jedem Wetter statt und ist laut Veranstalter auch für Kinder ab zehn Jahren geeignet. Festes Schuhwerk, Brotzeit und Getränke sind mitzubringen. Treffpunkt ist am Sonntag, 12. September, um 10 Uhr auf dem Parkplatz am Sylvensteinspeicher, unterhalb des Dammes an der Isarbrücke bei Lenggries.

Sanierungsbegleitende Dokumentation

Am Tag des Denkmals startet ebenso die Führung von Ilse Wagner und Mark Lafogler in Eurasburg (Herrnhauser Straße 14) zum Baudenkmal Schustermann, dabei kann der Fortschritt der Sanierung betrachtet werden.

Die Geschichte des 1659 errichteten Baudenkmals ist eng mit der 900-jährigen Historie des Klosters Beuerberg verknüpft. Neben seiner Funktion als Flößer- und Söldnerhaus stand das Gebäude auch im Lehensdienst des Schwesterordens. Seit 2019 wird der Denkmalteil des Holzblocks saniert und mit einem neuen, firstgleichen Anbau ergänzt. Die Führungen finden um 10 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr statt.

Klostergarten und Barockkirche

Auch im Kloster Beuerberg selbst gibt es am Denkmal-Tag einiges zu entdecken. So etwa die Gartenführung um 11 Uhr mit Klostergärtnerin Rosi Manhard, die dabei einen Einblick in die Arbeit ihrer Pflanzenwelt gibt. Treffpunkt ist an der Klosterpforte (Eintritt drei Euro).

Wer dagegen mehr über die Jahrhunderte alte Geschichte des Klosters Beuerbergs und das Leben der Augustinerchorherren erfahren will, begleitet die Klosterführerinnen in die frisch restaurierten, barocken Prachträume im Obergeschoss.

Die Klosterführungen zu drei Euro pro Person starten am Sonntag, 12. September, jeweils um 11 Uhr und 14 Uhr. Auch hier ist der Treffpunkt jeweils an der Klosterpforte.

Die barocke Stiftskirche Peter & Paul mit dem typischen Zwiebelturm (Klosterstraße 6) ist das weithin sichtbare Wahrzeichen von Beuerberg. Um 17 Uhr kann die dortige Barock- und Rokoko-Kunst unter der kundigen Anleitung der Klosterführerinnen begutachtet werden (Eintritt: drei Euro).

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