Straßenansicht weniger wuchtig

Mehrgenerationen-Haus mit Demenz- und Pflege-WG kurz vor Fertigstellung

Bauprojekt für „nachbarschaftliches Wohnen“ am Kreuzfeld
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Beim Zeller Maro-Bauprojekt für „nachbarschaftliches Wohnen“ am Kreuzfeld wird bereits an den Außenanlagen fleißig gewerkelt. Die Überdachung des Verbindungsbaus (mit Planen verdeckt) soll etwas in den Hintergrund gerückt werden.

Dietramszell – „Selbstbestimmt leben. Mitten drin sein. Den Alltag gemeinsam gestalten.“ Das ist die Philosophie der Genossenschaft Maro, deren Projekt in Dietramszell sich derzeit mit großen Schritten der Fertigstellung nähert. Da zwei kleinere Änderungen gegenüber dem Bauplan notwendig geworden waren, landete das Vorhaben jüngst erneut vor dem Bauausschuss der Gemeinde Dietramszell.

Immer mehr Menschen interessieren sich mittlerweile für gemeinschaftliche Wohnformen. Ob Mehrgenerationen-Wohnen, Demenz- und Pflege-Wohngemeinschaft oder inklusives Zusammenleben, die neuen Wohnformen stehen für eine hohe Lebensqualität und soziale Einbindung – für jede Altersgruppe. „Wir wollen mit diesem innovativen Wohnprojekt vor allem unseren künftigen Bewohnern den Alltag erleichtern“, betonte Bauprojekt-Leiterin Helena Böhmer. Unter diesem Aspekt wurden in Dietramszell Am Kreuzfeld zwei größere Wohnhäuser gebaut, die durch einen offenen Laubengang miteinander verbunden sind.

„Es entsteht dort ein nachbarschaftliches Wohnmodell mit acht barrierefreien genossenschaftlichen Mietwohnungen“, erklärt die Projektleiterin. Zudem sind dort in 20 Einzelzimmern zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften vorgesehen. Diese sind jeweils im Erdgeschoss der beiden Gebäude integriert und sind für demente und pflegebedürftige Bewohner gedacht. „Da Letztere weitestgehend nicht von Baulärm beeinträchtigt werden sollen, sollen auch die Außenanlagen erst fertiggestellt werden, ehe die künftigen Mieter einziehen“, erklärte dazu Bürgermeister Josef Hauser. „Wenn uns das Wetter weiterhin gewogen ist, dann können wir Anfang 2021 an einen Einzug denken“, so Helena Böhmer.

Die beiden Änderungen, über die nun der Zeller Bauausschuss befinden musste, betrafen einerseits einen Carport, der lediglich um etwa einen Meter näher an die Straße gerückt werden soll. Zum zweiten soll die Überdachung des Verbindungsbaus weiter in den Innenbereich verlagert werden. „Damit hinterlässt das Ganze von der Straße aus gesehen, einen deutlich weniger wuchtigen Eindruck“, führte die Projekt-Leiterin aus. Damit konnten sich dann auch die Mitglieder des Bauausschusses anfreunden und erteilten den beiden Änderungen einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. Ewald Scheitterer

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