Trasse für Trinkwasser-Leitung

Dietramszeller Rat fällt auf Drängen von Leni Gröbmaier Grundsatz-Entscheidung

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Dietramszeller Gemeinderat genehmigt eine neue Trinkwasserleitung von Berg nach Fraßhausen.

Dietramszell – Eine Grundsatz-Entscheidung zur Trasse der neu geplanten Wasserleitung in den nordwestlichen Ortsteilen der Gemeinde traf der Zeller Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Mit Mehrheit votierte der Rat dafür, dass die neue Trinkwasser-Leitung von Berg aus über Leiten und Kolbing nach Fraßhausen geführt werden soll.

„Weitestgehend auf öffentlichem Grund und nach technisch und wirtschaftlich sinnvollen Gesichtspunkten“, erklärte Bürgermeisterin Leni Gröbmaier. Dass die alten, maroden Wasserleitungen in dem Bereich erneuert werden müssen, steht schon seit längerem auf der Agenda der Kommune. Auslöser der aktuellen Debatte war der ursprüngliche Plan, die Rohre in die Gemeindestraße zwischen Baiernrain und Leiten zu verlegen, die sowieso saniert werden muss.

Dazu hätte die Straße auf 4,50 Breite ausgeweitet werden sollen. Auch wenn man dafür mit staatlicher Förderung hätte rechnen können, hatte die Untere Naturschutzbehörde im Tölzer Landratsamt dafür einen so genannten „landschaftsplanerischen Begleitplan“ gefordert. Damit wären die Kosten für die Straßensanierung bis auf eine knappe halbe Million Euro angestiegen. „Ich gebe doch nicht ein teures Gutachten in Auftrag, ohne dass ich weiß, ob das Projekt letztlich so genehmigt wird“, betonte dei Rathaus-Chefin. Damit wurde dann auch der Plan gekippt.

Zögerlich argumentierten die Räte, sie müssten erst genaueres über Eigentumsverhältnisse bei der geplanten neuen Wasserleitungs-Trasse wissen. Gröbmaier: „Zuerst müssen wir die Trasse festlegen, dann können wir über Grunddienstbarkeiten verhandeln, wo sie über Privatgrund führt.“ So gar nicht gefiel dabei dem Zuhörer Andreas Lechl aus Leiten, dass die Leitung zwischen seinem Anwesen und Kolbing über einen bestehenden Forstweg geführt werden soll: „Eine 15 Meter breite Trasse durch einen gesunden Wald zu schlagen, kann ich mir heutzutage nicht vorstellen.“ Vize-Bürgermeister Michael Häsch bezichtigte ihn da der „großen Übertreibung“ und fügte als ernstgemeinte Warnung hinzu: „Die Gemeinde ist bei weitem nicht verpflichtet, zu jedem Einzelhof eine Trinkwasserleitung zu bauen.“ Da die Kosten für den Bau letztlich auf die Solidargemeinschaft aller Abnehmer falle, sei der Gemeinderat verpflichtet, eine kostengünstige Lösung zu suchen.

So beschloss das Gremium letztlich die oben bereits angeführte Trasse weiterzuverfolgen. Freilich wird bis zum Bau noch Zeit vergehen, da die Gemeinde erst dann anpacken will, wenn das Straßenbauamt Weilheim die avisierte Sanierung der Ortsdurchfahrt von Fraßhausen in Angriff nimmt. In Sachen der demnächst anstehenden Sanierung der Ortsverbindungsstraße zwischen Baiernrain und Leiten beschloss das Gremium einstimmig, es bei der bisherigen Straßenbreite von etwa drei Metern mit drei Ausweichstellen zu belassen. Dabei soll die bestehende Decke neu überteert werden. „Das kostet uns höchstens 350 000 Euro“, so Gröbmaier. ejs

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