Besseres Informationssystem

Digitale Displays an zehn Bushaltestellen in Bad Tölz

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Fahrzeitenpläne sind von gestern: Digitale Displays sollen nun helfen die Buszeiten und Anschlüsse besser im Überblick zu haben.

Bad Tölz – Habe ich den Bus verpasst? Schaffe ich den Anschlusszug nach München? An stark frequentierten Bushaltestellen in Bad Tölz erhalten Fahrgäste künftig bei Fragen dieser Art sicher Auskunft. Das neue digitale Informationssystem liefert Informationen zu den Abfahrzeiten und eventuellen Verspätungen der Busse in Echtzeit. Auch Eilmeldungen oder Terminankündigungen werden angezeigt.

Die Stadt ließ an zehn Bushaltestellen moderne Displays installieren und sorgt so im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für mehr Transparenz. Bürgermeister Josef Janker freut sich über den verbesserten Service: „Die Stadt hat ein großes Interesse daran, die Akzeptanz des ÖPNV zu erhöhen. Mit dem modernen Informationssystem kommen wir den Fahrgästen entgegen, weil die Busse für sie berechenbarer werden. Dies ist im Zeichen der Energiewende ein weiteres Argument, den eigenen PKW öfter stehen zu lassen.“

Die neue Technologie ist künftig an zehn Haltestellen im Stadtgebiet verfügbar: Auf Monitoren wird damit die tatsächliche Ankunftszeit eines Busses angezeigt. Hierzu übermittelt die bayernweite Datenbank zur Fahrgastinformation „DEFAS“ die Echtzeitdaten an die Displays in moderner TFT-Technologie, so wie man sie auch von der Bildschirmtechnik daheim kennt. Zuvor sammelt DEFAS – ebenfalls in Echtzeit – die Daten von Bussen und Bahnen, um sie dem Anzeigesystem in Bad Tölz zur Verfügung zu stellen. In der Praxis bedeutet das, der Bus übermittelt seine Standortkoordinaten an einen Server, von dort erfolgt ein Abgleich mit dem Fahrplan und die Ankunftszeit an der Bushaltestelle wird errechnet. Minutengenau lassen sich so mögliche Verspätungen kalkulieren.

Auch sehbehinderte Menschen haben einen Zugang zur Echtzeitinformation: An den Masten für die Displays sind auffällig gelbe „Text-to-Speech-Taster“ montiert, die bei Tastendruck die Abfahrten sowie wichtige Informationen wie Eilmeldungen oder städtische Veranstaltungen vorlesen. Die Stimmen dieses Vorlesesystems sind vielen Fahrgästen vermutlich bestens ver-traut, da es auch die Navigationssysteme in Fahrzeugen nutzen.

Folgende Haltestellen wurden mit modernen Displays der Firma iqu Systems GmbH aus Hannover ausgestattet: Bahnhof, ZOB (4 Monitore), Nockhergasse, Buchener Straße, Vichyplatz und Max-Höfler-Platz (zwei Monitore). Die Kosten belaufen sich auf etwa 180.000 Euro, wobei die Hälfte vom Freistaat Bayern gefördert wird. Der Landkreis beteiligt sich mit einem Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro an dem System. tka

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