Regionale Vielfalt auf dem Markt

Direktvermarkter freuen sich über großes Interesse an ihren Ständen

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Schon zur Mittagszeit sahen sich viele Besucher auf dem Direktvermarkter-Markt in Geretsried um. Dort bot auch das Netzwerk „Solidargemeinschaft Unser Land“ unter anderem Säfte und Milch an.

Geretsried– Zum ersten Mal veranstalteten die Solidargemeinschaft Oberland und der Einzelhandelsverband ProCit Geretsried einen Markt. So wurden am letzten Septemberwochenende an der Egerlandstraße ausschließlich regionale Produkte angeboten.

Die Direktvermarkter präsentierten sich an insgesamt 17 Ständen. So bot das Netzwerk „Unser Land“ Milch, Getreide, Säfte und andere Produkte an. Angelika und Benedikt Korntheuer aus Bolzwang bei Degerndorf verkauften Honig, Eier, Leinsamen und Müslis. Roman Huber von der Wolfratshauser Manufaktur Bavaria Selection empfahl den Besuchern Gewürzzubereitungen oder edle Spirituosen wie Liköre, Brände und Kirschwasser. Aus Landsberg am Lech nach Geretsried kam dagegen Susanne Sanktjohanser, die eine Quellwasser-Forellenzucht betreibt und Fischsemmeln mit Salat und Meerrettich zubereitete.

Fragen rund um den Natursauerteig beantwortete ProCit-Vorsitzender Ludwig Schmid vor einem Wissenszelt. „Einen Sauerteig kann man sich vorstellen wie eine Wohngemeinschaft (WG): Die Bewohner sind Milchsäurebakterien, Essigsäurebakterien und Hefe – und wie in einer WG will der eine nicht immer dasselbe wie der andere“, erklärte er. So erfuhren die Interessenten alles über Enzyme, Gluten, Säure, Geschmack und Haltbarkeit. Und über Seifen und Kräuter informierte Dana Weidner. Später gewährte Imkermeister Arno Bruder auch Einblicke in den hochkomplexen Bienenstaat.

Ziele der Solidargemeinschaft Oberland stellte Vorsitzende Adriane Schua vor: „Ein regionaler Wirtschaftskreislauf funktioniert nur in einer aktiven Gesellschaft“, erklärte sie. Der Motor dieses Kreislaufs seien Strukturen, die eine biologische Artenvielfalt fördern. Dabei würden kurze Wege nicht nur das Klima schützen, „sie verbessern auch die Lebensbedingungen der Menschen in der Region“, sagt Schua und fordert: „Klimaschutz muss ein elementares Ziel der Menschheit werden und bleiben.“ Mit der Verlosung endete am späten Nachmittag der erste Geretsrieder Direktvermarkter-Markt. Einer Neuauflage scheint angesichts des guten Besuchs, nichts im Wege zu stehen. „Wir haben auch vom sonnigen Wetter profitiert“, ergänzte ProCit-Vorsitzender Ludwig Schmid. ph

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