Dominostein-Effekt

Diese Häuserzeile am Karl-Lederer-Platz soll saniert werden. Bauunternehmer Krämmel will dazu das Initial geben. Foto: Kapfer-Arrington

Es könnte ein Dominostein sein, der Bewegung in die seit Jahren avisierte Sanierung der Häuserzeilen am Karl-Lederer-Platz bringen könnte. Denn wie der Wolfratshauer Bauunternehmer Reinhold Krämmel dem Gelben Blatt erläuterte, plane er die Sanierung der Häuserzeile an der Südseite des Platzes. Dort gehören ihm inzwischen zwei Häuser.

Seit Jahren versucht die Stadt, die Hauseigentümer am Karl-Lederer-Platz zu einer Sanierung ihrer Gebäude und Fassaden zu bewegen, um dem Platz seinen 1960er-Jahre-Charme zu nehmen und attraktiver zu gestalten. Die Stadt selbst sanierte den Platz und erhoffte sich nicht zuletzt durch das Baugenossenschaftszentrum ein Initial. Nachdem nun CSU-Stadtrat Volker Reeh bereits Nägel mit Köpfen macht und einen Neubau seines Geschäftes am Platz plant, will nun auch Bauunternehmer Krämmel nachziehen, der Eigentümer zweier Gebäudekomplexe (Ex-Schlecker und das Nachbaranwesen) ist. Gegenüber dem Gelben Blatt erklärte Krämmel nun, dass er sich eine Sanierung des Ensembles durchaus vorstellen könnte – und entsprechende Planungen in Angriff nehmen wolle. Dazu will er auch die beiden verbleibenden Eigner der Häuserzeile „mit ins Boot holen“, wie Krämmel sagte. Erste Gespräche mit der Stadtverwaltung habe es bereits gegeben, wie zu erfahren war. Eine Sanierung der Liegenschaften soll insbesondere auch dem Einzelhandel im Zentrum zugute kommen. Denn die Ladenflächen sind schlicht zu klein, um Sortimente zeitgemäß offerieren zu können. Und die Zeit drängt. Denn wird mit der Entwicklung der Böhmwiese ernst gemacht, würde das eigentliche Zentrum sonst schnell überholt und zunehmend aussterben. Denn der aktuelle Einzelhandel tut sich dort immer schwerer, wie die jüngst angekündigte Schließung des Bürobedarf-Fachgeschäfts Schröter belegt.

Auch interessant

Kommentare