Drogenkonsum im Lockdown

Jugendgericht bestraft 20-Jährigen mit Wochenend-Freizeitarrest

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Marihuana-Konsum fällt unter das Betäubungsmittelgesetz, das wiederum den Umgang mit Betäubungsmitteln regelt.

Geretsried – Wegen unerlaubtem Betäubungsmittelbesitz musste sich ein 20-jähriger Geretsrieder vor dem Jugendgericht verantworten. Am 8. April 2020 führte er in einem Waldstück am Zehnerhüttenweg 5,3 Gramm Marihuana mit sich.

„Ich weiß, dass ich etwas falsch gemacht habe“, gab sich der Angeklagte reumütig. Während der Corona-Ausgangssperre geriet er in eine Polizeikontrolle. Bei der Durchsuchung wurde 5,3 Gramm Marihuana gefunden. In seiner Wohnung stießen die Polizisten zudem auf weitere 0,5 Gramm einer Tabak-Marihuana-Mischung.

„Das war alles für den Eigenkonsum bestimmt“, gab der Geretsrieder zu Protokoll. Da der junge Mann wegen Hausfriedensbruch, Besitz von Betäubungsmitteln und Sachbeschädigung vorbestraft war, empfahl Jugendgerichtshelfer Andreas Dlugosch einen zweitägigen Freizeitarrest, ein einjähriges Drogenkonsumverbot sowie die Teilnahme an Suchtberatungsgesprächen der Caritas.

Neben seinen Vergehen war das Leben des Angeklagten bisher von häufigen Berufswechseln geprägt. So arbeitete der Geretsrieder bereits als Kellner, Barmann sowie Hilfskraft in einer Panzerglasfabrik, kam dort aber mit seinen Vorgesetzten nicht klar. „Du solltest mal in die Gänge kommen, was dein Leben betrifft“, warnte Dlugosch.

Richterin Friederike Kirschstein-Freund folgte schließlich dem Antrag des Jugendgerichtshelfers. Der Angeklagte aus Geretsried nahm das Urteil der Richterin nach ihrer Urteilsverkündung sofort an. „Ich versuche klarzukommen und werde mich bessern“, versprach der junge Mann am Ende der Amtsgerichtsverhandlung abschließend. ph

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