Kinder können wie Künstler malen

Ein Online-Kurs inklusive Utensilien der Tölzer Jugendförderung macht es möglich

Live via Zoom: Ölmalerei mit der Jugendförderung Bad Tölz
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Live via Zoom: Ölmalerei mit der Jugendförderung Bad Tölz
  • Franca Winkler
    vonFranca Winkler
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Bad Tölz – Auch wenn das Wetter einen Ausflug mit der Familie nicht zulassen will, gibt es im Landkreis Möglichkeiten für Jung und Alt, sich zu beschäftigen.

Aktuell probierten wir das Angebot eines kostenfreien Online-Ölmalkurses der Jugendförderung Bad Tölz aus.

Bei Ölmalerei, der sogenannten Königin der Disziplin, kommen sofort Werke wie die Mona Lisa von da Vinci oder das Mädchen mit dem Perlenorhrring von Vermeer in den Sinn. Umso gespannter sind wir auf den Ölmalkurs für Kinder und Jugendliche, der online stattfinden soll. Die Leiterin des Programms ist Valérie Schreiber-Krasner, eine diplomierte Lehrerin, Kunstpädagogin und Maltherapeutin, die seit November 2020 mit im Team der Tölzer Jugendförderung ist.

Aufgrund der Corona-Pandemie baute sie ihr Atelier in ein kleines Streaming-Studio um. Organisierte alle Technischen Voraussetzungen, um professionell vor Ort arbeiten zu können. Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis achtzehn Jahren sollen trotz der herausfordernden Zeit die Möglichkeit bekommen, von Kunstlehrerin Schreiber-Krasner die Welt der Ölmalerei zu erlernen. Um die Ausstattung kümmert sich die Tölzer Jugendförderung, die allen Teilnehmern ein Set aus Ölfarben, Pinsel und kleinen Leinwänden spendierten. Eine Anmeldung erfolgte problemlos per Email (v.schreiber-krasner@bad-toelz.de).

„Bereits drei Kurse sind voll und noch viele Kinder sind auf der Warteliste. Insgesamt sind 40 Kinder und auch Jugendliche an dem Kurs interessiert,“ berichtet Sozialpädagogin Kristina Weinert von der Jugendförderung. Ziel sei es, nicht nur die Eltern für die Zeit des Online-Kurses zu entlasten, sondern auch den Kindern Anregung zu geben, so Weinert weiter. „Malen hat eine meditative Wirkung.“

Als wir die Mal-Box zum vereinbarten Termin in der Hindenburgstraße abgeholt haben, wird deutlich, dass die Kursleiterin Schreiber-Krasner diese mit besonderer Achtsamkeit mit den erforderlichen Materialien bestückt hat: Benötigte Farben sind in kleine Töpfchen gefüllt, die Leinwände sind bereits grundiert, die Pinsel mit einem Band zusammengebunden. Wertvoll die Malbox.

Kursteilnehmerin Nele hat es beeindruckt, sie hob alle Utensilien ganz vorsichtig aus der Schachtel. Dann ging es los: Nach einer kurzen Vorstellungsrunde erläutert die Leiterin des Kurses das gemeinsame Ziel und zeigt ein Gemälde wie es am ende aussehen könnte. Die achtjährige Nele äußert erst einmal Zweifel, ob sie das Werk überhaupt so umsetzen kann. Doch Schreiber-Krasner erläutert alle Schritte einzeln und sehr detailliert, lässt sich jede Etappe von allen Kindern zeigen und gibt Hilfestellung. Ihre motivierenden Worte beflügeln die Kinder regelrecht und lassen am Ende tolle Werke von 3D-Wassertropfen entstehen, die dann die Kinder stolz in die Kamera halten.

Das Wesentliche der Ölmalerei, sei es das Licht im Bild zu steuern und 3-D Formen darzustellen, erläutert Schreiber-Krasner. „Mit Ölmalerei können wir unserer Fantasie Ausdruck und Lebendigkeit verleihen.“ Wer anhand der Altersgruppe nicht mehr zur Zielgruppe (acht- bis 18-Jährigen) gehört, dürfe mit seinem Kind teilnehmen, sofern man sich die Materialien selbst besorgt. Franca Winkler

In der Reihe


„Was tun mit den Kindern..?“ begeben wir uns im Landkreis auf Suche nach Beschäftigungsideen für draußen und drinnen.

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