Aus einstigem Landgasthof wird Hotel garni

Bewegung am Strasserhof

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Der seit Jahren leerstehende Strasserhof am Buchberg soll aus seinem Dornröschenschlaf erwachen und zu einem Hotel garni umgewandelt werden. Die Pläne für eine Asylbewerber-Unterkunft sind damit vom Tisch.

Wackersberg – Stolz thronte einst der Strasserhof auf der Buchberg-Anhöhe oberhalb von Bad Tölz im Gemeindegebiet von Wackersberg. Doch in den letzten Jahren ist es recht ruhig um das Anwesen, früher ein Restaurant mit Fremdenzimmern, geworden. Nun soll aus dem einstigen Landgasthof ein Hotel garni werden.

Die Immobilie hat mehrmals den Eigentümer gewechselt, es gab viele Auf- und Umbaupläne, doch geschehen ist eigentlich nie etwas. Zu groß waren die Voraussetzungen in Sachen Verbesserung der Infrastruktur, um die jeweiligen Pläne durchzusetzen. Auch hemmten die Streitereien mit dem angrenzenden Golfclub jegliche vernünftige Initiativen. Jetzt gibt es seit wenigen Wochen mit dem Wackersberger Unternehmer Johannes Tien wieder einen neuen Eigentümer und auch beim Golfclub haben sich vor geraumer Zeit durch einen Todesfall die Besitzverhältnisse geändert. Tien will aus dem einstigen Landgasthof ein Hotel garni machen und hat auch schon im Wackersberger Gemeinderat einen Antrag auf Vorbescheid gestellt.

Bürgermeister Alois Bauer und die Ratsmitglieder zeigten sich angesichts der vielen negativen Erfahrungen in der Vergangenheit hocherfreut über die Pläne von Tien und haben dem Antrag bei der jüngsten Ratssitzung auch gleich einhellig zugestimmt. Freilich sind die früheren Voraussetzungen für eine Genehmigung noch keineswegs abgearbeitet, so dass bis zur endgültigen Baugenehmigung verschiedene Auflagen zu erfüllen sind. So muss die Regenwasser-Entsorgung auf eigenem Grundstück erfolgen. Das Abwasser muss über eine eigene Leitung auf Kosten des Bauwerbers in den Kanal am Peterbauernweg entsorgt werden und der Wanderweg vom Strasserhof nach Kiefersau muss erhalten bleiben. Weniger problematisch dürfte der Nachweis an Stellplätzen sein, da diese ausreichend vorhanden sein dürften. An der Fassade des Gebäudes wird sich wenig ändern. Bauer legt Wert darauf, dass der „herrschaftliche Hofcharakter“ erhalten bleibt. Im Innenbereich freilich wird einiges verbessert. Zu den 30 Hotelzimmer kommen noch Frühstücks- und Aufenthaltsräume hinzu, sowie zwei Treppenhäuser. Der Bürgermeister ist überzeugt, dass „das etwas ganz Tolles wird“. Damit sind auch die Pläne des Vorbesitzers vom Tisch, das Gebäude vorübergehend zu einer Asylbewerber-Unterkunft umzuwandeln. wbr

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