1. dasgelbeblatt-de
  2. Lokales
  3. Bad Tölz - Wolfratshausen

Am Ende bleibt Zweckoptimismus

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Alle Hände voll zu tun hatte Goalie Florian Riesch (r.), der mit Abstand beste Tölzer in beiden Spielen gegen Rosenheim.
Alle Hände voll zu tun hatte Goalie Florian Riesch (r.), der mit Abstand beste Tölzer in beiden Spielen gegen Rosenheim.

Dass die Tölzer Löwenbabys in ihrer Testspielserie gegen hochklassige Gegner nicht gewonnen hatten, wurde ihnen von keinem verübelt. Zumal ihnen jedes Mal „gut mitgehalten“ und „großes Engagement“ attestiert worden war. Doch in den beiden Begegnungen am vergangenen Wochenende gegen Zweitliga-Aufsteiger Rosenheim wurde deutlich, dass doch eher die „Schwarzseher“ unter den Fans auf der richtigen Spur liegen. Sie sprechen der derzeitigen Mannschaft ohne zusätzliche Verstärkungen schlicht die Ligentauglichkeit ab.

Hatten die Löwen am Freitag in Rosenheim bei der knappen 3:4 (0:0, 3:1, 0:2, 0:1)-Niederlage sogar noch zwischenzeitlich am ersten Saisonsieg geschnuppert, um dann letztlich nur nach Penalty-Schießen zu unterliegen, so brachen am Sonntag dann auf eigenem Eis am Ende alle Dämme: Eine deftige 2:8 (0:0, 0:1, 2:7)-Klatsche stand am Ende auf der Anzeigentafel. Da blieb Coach „Flocko“ Funk nichts anderes übrig als in Zweckoptimismus zu machen: „Vielleicht ist es ja ganz gut, dass wir eine mitkriegen. Sonst meinen manche Spieler, sie brauchen nichts mehr zu tun.“ Nach torlosem ersten Drittel hatten Yasin Ehliz, Martin Leismüller und Benedikt Siegert die Tölzer in Rosenheim mit 3:1 in Führung gebracht. Der Anschlusstreffer der Gastgeber in Isarwinkler Unterzahl war ja noch nachvollziehbar, doch der Shorthander zum 3:3 fiel dann in einer vier Minuten langen Powerplay-Phase des ECT. „So etwas darf natürlich nicht passieren. Da spielen wir zuerst richtig gut, passen dann aber nicht richtig auf und schenken so den Sieg noch her“, ärgerte sich Funk. Seine Hoffnung, dass sich seine Buam am Sonntag in der Hacker-Pschorr-Arena für die knappe Niederlage revanchieren würden, hielt nur bis etwa zur Hälfte der Gesamtspielzeit. Dann machten die Starbulls richtig ernst und sorgten für Vollbeschäftigung bei Goalie Florian Riesch. Letzterer hatte den verletzten Andres Jenike bravourös ersetzt. Es brannte ständig im Tölzer Drittel und die Abwehr ließ ihren Torhüter ein ums andere Mal im Stich. „Nur weil der Riesche so gut gehalten hat, sind wir da noch im Spiel geblieben“, hatte Funk erkannt und kritisierte: „Nach einer halben Stunde sind wir einfach nicht mehr auf den Gegner und die Scheibe gegangen.“ Das Unheil brach dann im letzten Drittel so richtig über die total überforderten Tölzer Löwen herein. Eine Rosenheimer Angriffswelle nach der anderen rollte auf den ECT-Kasten zu, ohne auf ernsthaften Widerstand zu treffen. Da waren auch die beiden Tore durch Florian Strobl und Markus Ritschel nicht mehr als Ergebniskosmetik. „Wir haben dem Gegner einfach nichts mehr entgegengesetzt“, musste da auch der ob der Misere ratlose „Flocko“ Funk zugeben.

Auch interessant

Kommentare