Verkehrszunahme befürchtet

Engstelle zur ehemaligen Reitschule ist mit Problemen gepflastert

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Auf dem ehemaligen Reithallengelände ist ein großes Bauprojekt vorgesehen. Die schmale Zufahrt wird den Verkehr kaum schlucken können.

Icking – Anstelle der vor zwei Jahren unter dramatischen Umständen abgebrannten Reithalle plant Grundstückseigentümer und Mineralwasser-König Johann Abfalter 38 Wohnungen und ein Bürogebäude. Auf dem Isarweg, der hinunter zum Ickinger Wehr führt und den bislang vor allem Wanderer und Badegäste nutzen, wird dann deutlich mehr los sein. So befasste sich der Gemeinderat Icking nun mit der Verkehrssituation.

Kinder wollen zur Schule, Eltern ins Büro – aber im Gegenzug auch Angestellte zu ihrem Arbeitsplatz. Das Sträßlein, das sich von der B11 abgehend in mehreren Kurven bergab zum Gelände schlängelt, ist ein rechtes Nadelöhr. Es bestehen große Zweifel, ob sie das zukünftige Verkehrsaufkommen auffangen kann, vor allem ist sie zu schmal für einen Begegnungsverkehr. Doch das zur Auflage gemachte Verkehrskonzept überzeugte die Gemeinderäte nicht. Vor allem machten sie sich Sorgen um die Sicherheit der Fußgänger, für die aus Platzmangel kein Gehsteig oder Schutzstreifen vorgesehen ist. Verkehrsplaner Hans Althammer vom Ingenieurbüro SAK legte Ideen für die Verbreiterung der Fahrbahn auf 5,50 Meter vor, die den Begegnungsverkehr ermöglicht. Diese Breite ist jedoch im Bereich der alten katholischen Kirche mit ihrer Friedhofsmauer und gegenüber Garageneinfahrten nicht möglich. Hier kommt man nur auf 4,50 Meter. Althammer schlug deshalb einen „Mischbetrieb“ vor, sprich einen von allen Verkehrsteilnehmern geteilten Bereich und Pflasterungen an den Engstellen, um Autofahrern zu signalisieren, dass hier nicht schnell gefahren werden darf und Rücksicht genommen werden muss.

Ausweichbuchten, Ampelanlagen – all dies wurde ausführlich im Gremium diskutiert, ohne eine überzeugende Lösung fürs Problem zu finden. Der Verkehrsplaner bekam als Hausaufgabe mit, einen neuen Entwurf zu erstellen. ha

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