E.on-Tochter Uniper sichert Erddämme des Mühltalkanals mit Schutzzaun ab

Biberkonflikte vermeiden

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Um die Erddämme des Mühltalkanals vor dem Biber zu schützen, stattet E.on diese mit einem Schutzzaun aus.

Icking/Schäftlarn – So niedlich und doch so gefürchtet. Das ist der Biber. Vor allem für die E.on-Gesellschaft Uniper und ihre Kraftwerke stellt die zunehmende Verbreitung des possierlichen Nagers ein Problem dar.

Denn der Biber errichte laut Uniper-Bauleiter Franz-Xaver Schweiger nicht nur Biberburgen aus Gehölz, sondern neige auch dazu, sein neues „Domizil“ direkt in die Erddämme der Kraftwerkskanäle zu graben. So droht ein Dammbruch. „Und da der Biber sich vermehrt in der Nähe des Ickinger Wehres ansiedelt, baut der Energiekonzern nun im Mühltalkanal eine Bibersicherung ein“, so Schweiger. Hierbei zieht Uniper in den nächsten zwei Wochen auf beiden Dammseiten des Mühltalkanals einen Maschendrahtzaun ein, der sowohl über als auch unter Wasser den Erddamm vor möglichen „Einnist-Versuchen“ der Biber schützen soll. „Dabei installieren Taucher den Zaun in einem Stück beidseitig auf einer Länge von 2,2 Kilometern, damit sich durch die Strömung keine Drahtelemente lösen und so zu einer etwaigen tödlichen Gefahr für den Biber werden können“, betont Schweiger. Insgesamt stehe diese Biberschutz-Maßnahme ganz unter dem Motto „Leben mit dem Biber“. So sei es zwar bei Triebwerkskanälen von Kraftwerken generell erlaubt, Biberfamilien zu fangen und umzuquartieren. Jedoch sei dies in einem FFH-Gebiet – in dem eben auch das Ickinger Wehr liegt – gesetzlich untersagt. Zudem wäre mit einer Umsiedlung „aber keinem geholfen, denn auf die vertriebenen Biber folgen schnell andere Artgenossen nach“, erklärt Schweiger. Da Biber aber standorttreu seien und meist ihre Artgenossen aus ihren Revieren vertreiben würden, habe sich Uniper dazu entschieden, diese „nachhaltige Lösung im Umgang mit der Biberpopulation anzustreben und gleichzeitig damit die Sicherheit der Kraftwerke zu gewährleisten“. Ein weiterer Schutzzaun sei laut Schweiger bereits am Loisach-Isar-Kanal geplant, da auch dort der Biber fleißig am Bauen sei. Auch hier werde selbstverständlich eine friedliche Koexistenz zwischen Mensch und Nagetier angestrebt. Die Maßnahme am Ickinger Wehr kostet übrigens 400.000 Euro.  naj

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