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Erstes Treffen „Runder Tisch Radverkehr“ im Tölzer Landratsamt

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Von: Daniel Wegscheider

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Akteure des TreffenRunderTischRadverkehr aufgereiht für ein Foto.
Im Sitzungssaal des Tölzer Landratsamtes diskutierten Vertreter des Arbeitskreises über die zukünftige Entwicklung des Radverkehrs im Landkreis. © Landratsamt

Landkreis – Jüngst fand das erste Treffen des Arbeitskreises „Runder Tisch Radverkehr“ im Tölzer Landratsamt statt, um über Verbesserungen zu diskutieren.

Die Förderung des Radverkehrs ist in der Kommunalpolitik kein Randthema, sondern ein zentraler Bestandteil der Verkehrsplanung. Jüngst wurde der Arbeitskreis „Runder Tisch Radverkehr“, von der Radverkehrsbeauftragten des Landkreises, Veronika Böhm, ins Leben gerufen, um diesen in der Region weiter zu fördern. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wurde bereits 2019 getan, als der Kreistag die Erstellung eines Radverkehrskonzepts in Auftrag gab. Dabei wurden 475 Kilometer Alltagsradwegenetz im Landkreis analysiert.

Bau neuer und Erweiterung bestehender Radwege

Das fertige Radverkehrskonzept dient dem „Runden Tisch Radverkehr“ als Grundlage und gemeinsame Zielsetzung für die Radverkehrsförderung im Landkreis. Im Zentrum steht dabei der Bau neuer und der Ausbau bestehender Radwege. Eine schwierige Aufgabe. „Die wohl größte Herausforderung beim Radwegebau ist der Grunderwerb“ erklärte Martin Herda vom staatlichen Bauamt Weilheim.

Zweite Herkulesaufgabe: den Anforderungen des Naturschutzes gerecht zu werden. Durch den Bau neuer Radwege werde eine nachhaltige Mobilität geschaffen „und somit langfristig ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet, andererseits greift der Radwege-Bau und die damit einhergehende Bodenversiegelung auch in die Natur und den Lebensraum verschiedener Arten ein“, erklärt Landratsamtssprecherin Sabine Schmid. dwe

Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen für den Klimaschutz unerlässlich

Beim Treffen des Arbeitskreises „Runder Tisch Radverkehr“ stellte sich somit die Frage, also entweder die Natur oder das Klima schützen? „Nein“ findet Veronika Böhm, die neben dem Radverkehr auch für den Klimaschutz im Landkreis zuständig ist. „Zwar ist der Bau eines Radweges ein Eingriff in die Natur, doch was unsere heimischen Tier- und Pflanzenarten und somit die Biodiversität viel mehr gefährdet, ist die Klimaerwärmung.“

Bislang gelte beim Bau eines Radweges dieselbe Ausgleichspflicht wie bei jeder anderen Baumaßnahme, die eine Bodenversiegelung in Natur und Landschaft im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes nach sich ziehe. „Das erschwert den für die Verkehrswende nötigen Ausbau des Radwegenetzes.“ Auch sind viele im Radverkehrskonzept identifizierten Gefahrenstellen zwar bereits beseitigt, doch für den Arbeitskreis gibt es noch viel zu tun. Die Teilnehmer sind sich einig: Der Radverkehr wird immer wichtiger und es bedarf interkommunaler Zusammenarbeit, um dieses Wegenetz entsprechend auszubauen.

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