Besser als eine Nixe

CSU Eurasburg empfängt den EVP-Fraktionsvorsitzenden Manfred Weber

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Lockte über 70 Besucher zum CSU-Neujahrsempfang: EVP-Fraktionsvorsitzender Manfred Weber (r.). 

Berg bei Eurasburg – Schnell belegt waren die rund 70 Sitzplätze im Veranstaltungssaal des Landgasthofes Berg am Sonntagvormittag. Denn dem CSU-Ortsverband Eurasburg gelang es, den Fraktionsvorsitzenden der Europäischen Volkspartei Manfred Weber zu einem Neujahrsempfang ins Oberland zu locken.

„Wir können mit den großen Politikern Kontakt halten“, frohlockte CSU-Ortsvorsitzender Peter Pelz. Wie der ebenfalls anwesende Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber und Landratskandidat Anton Demmel zeigte er sich enttäuscht darüber, dass Manfred Weber nicht zum Präsidenten der Europäischen Kommission gewählt wurde. „Das war ein harter Schlag für unsere Wähler“, erklärte Bachhuber. Pelz wurde noch deutlicher: „Weber hätte es besser gemacht als die Nixe“. Mit Nixe meinte er natürlich Ursula von der Leyen. 

Nach kurzen Vorstellungsrunden der Eurasburger Gemeinderatskandidaten Maria Urban, Stephanie Deimhard, Markus Sanner und Klaus Huber ließ Manfred Weber die Umstände, die zu seiner Nichtwahl führten, noch einmal kurz Revue passieren. „Der Partei-Egoismus der Sozis war leider wichtiger als demokratische Prinzipien“, bedauerte der 47-Jährige. Trotz der Niederlage wolle er sich auch künftig für die Verwirklichung der Europa-Idee einsetzen. „Eine Niederlage wird erst dann zur richtigen Niederlage, wenn man nicht wieder aufsteht und weiterkämpft“, erklärte Weber. Er verwies zudem darauf, dass sich am 8. Mai das Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland zum 75. Mal jährt. „Wir sind gerade an einer Wegmarke und spüren, dass die Kriege und Konflikte wieder näherkommen“, sagte der Niederbayer. Sorgen bereiten ihm vor allem die Konflikte im Iran und im Nahen Osten. „Iran hat ein Terrorregime, das Tausende Homosexuelle hingerichtet hat und die Diktatur des Syrers Baschar al-Assad unterstützt. Man muss den US-Präsidenten Donald Trump nicht gut finden, aber das ständige Amerika-Bashing muss aufhören“, forderte Weber. Er glaubt nach wie vor daran, dass europäische Politiker durch diplomatische Gespräche Brücken bauen können. „In den nächsten Jahren steht vieles auf dem Prüfstand: Das gilt für die Wirtschaft, die Digitalisierung und den Klimaschutz“, so Weber weiter. Bei der Debatte ums Dieselverbot bezog er klar Stellung: „Es gibt kein Land auf der Welt, dass die von ihm erfundenen Technologien so schlecht macht“, ärgert er sich. Zudem forderte Weber, dass global agierende Großkonzerne wie Google, Amazon, Facebook und Co. die in Europa geltenden Spielregeln einhalten sollten. Peter Herrmann

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