Zweites Blockheizkraftwerk startet Betrieb

Eurasburg: WGV Quarzbichl setzt auf erneuerbare Energien

Das Blockheizkraftwerk in Quarzbichl
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Das Blockheizkraftwerk in Quarzbichl erzeugt seinen eigenen Strom, der insbesondere im Winter von Vorteil ist.
  • Daniel Wegscheider
    vonDaniel Wegscheider
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Eurasburg – In der Biogasanlage Quarzbichl wurde vergangenen Mittwoch ein zweites Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen – mit einer elektrischen Leistung von 637 Kilowatt (kW).

Zusammen mit dem vorhandenen Blockheizkraftwerk (800 kW) und einer Photovoltaikanlage (94 kW) steht der WGV Recycling GmbH damit eine Leistung zur Stromerzeugung von insgesamt 1,532 Megawatt zur Verfügung.

Die WGV verspricht sich vom zweiten Blockheizkraftwerk eine Ausfallsicherung bei Reparaturen am vorhandenen Blockheizkraftwerk sowie der Möglichkeit, die insbesondere im Winter auftretenden Spitzen bei der Gaserzeugung vollständig für die Stromerzeugung zu nutzen.

Speicherbare Energie

Gerade in den Wintermonaten fälle zwar weniger Bioabfall an, dieser sei aber in der Regel deutlich energiereicher als in den Sommermonaten, da die „verdünnenden“ Gartenabfälle wegfallen, berichtet WGV-Abfallberaterin Ursula Mackensen. Zudem ist Biogas eine erneuerbare Energie, „die speicherbar ist und daher je nach Füllgrad und Größe des vorhandenen Gasspeichers flexibel eingesetzt werden kann“, so Mackensen weiter.

Die Anlagen in Quarzbichl können vom Stromnetzbetreiber bei Problemen im Stromnetz gesteuert und für die Stabilisierung des Stromnetzes nutzbar gemacht werden. So sei sichergestellt, dass die Energie zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden kann, wenn das Stromnetz zur Hauptproduktionszeit von Biogas gerade „voll“ ist, also gerade keine Energie benötigt werde.

„Ziel auch erreichbar machen“

Läuft alles nach Plan, könnte die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien am Standort Quarzbichl auf über sechs Millionen Kilowattstunden im Jahr gesteigert werden. Mackensen sagt: „Das ist ein schöner Beitrag der Abfallwirtschaft zu den Zielen der Energiewende im Landkreis. Die Mannschaft der WGV ist jetzt gefordert, dieses Ziel im täglichen Anlagenbetrieb auch erreichbar zu machen.“ Biotonnennutzer aus dem Landkreis tragen zudem durch saubere Trennung, der in die braunen Tonnen eingeworfenen Bioabfälle dazu bei.

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