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Bad Tölz, Miesbach und Schwaz arbeiten grenzüberschreitend zusammen

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Von: Viktoria Gray

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Euregio-Kooperation: (v.l.) stellvertretender Landeshauptmann Josef Geisler, Euregio-Leiterin Ines Leister, Victoria Weber (Bürgermeisterin Schwaz), Bezirkshauptmann Michael Brandl sowie der Tölzer Landrat Josef Niedermaier
Kooperieren grenzüberschreitend: (v.l.) stellvertretender Landeshauptmann Josef Geisler, Euregio-Leiterin Ines Leister, Victoria Weber (Bürgermeisterin Schwaz), Bezirkshauptmann Michael Brandl sowie der Tölzer Landrat Josef Niedermaier. © Tirol/Brandhuber

Landkreis – Die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach sowie der Bezirk Schwaz in Tirol schließen sich zur neuen Euregio SBM zusammen.

310.000 Einwohner verteilt auf 77 Städte sowie Gemeinden und eine Fläche von 3.820 Quadratkilometer – das ist die neue Euregio SBM, zu der sich die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach sowie der Bezirk Schwaz in Tirol zusammengeschlossen haben. Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen beteiligt sich schon seit Ende 2020 an einer Gründung der Euregio.

Zwar fand die offizielle Gründung der Euregio im November 2021 statt. Nun wurde es jedoch konkreter. Bei der Auftaktveranstaltung im „SZentrum“ in Schwaz war man sich jüngst einig, dass die letzte Hürde für einwandfreie, grenzüberschreitende Kooperationen überwunden sei.

20-jährige Zusammenarbeit und Freundschaft

„Was lange währt, wird nun noch besser – vielleicht könnte man es so umschreiben, dass aus unserer schon seit Langem ausgesprochen offenen, vertrauensvollen und wirklich guten Zusammenarbeit über Landkreis- und Landesgrenzen hinweg ein Euregio-Verbund wird“, sagte der Tölzer Landrat Josef Niedermaier. Er hofft auf viele gemeinsame Projekte, „die unsere Region weiter voran- und zusammenbringen“.

Dabei blicken die drei Regionen auf eine 20-jährige Zusammenarbeit und Freundschaft zurück. Etliche Aktivitäten und Projekte wie etwa der Fernradweg von München nach Venezia wurden in dieser Zeit verwirklicht. Gemeinsam will man in den kommenden Jahren zu den drei Aktionsfeldern „Nachhaltiger Tourismus“, „Umweltschonende Mobilität“ und „Neues Arbeiten“ innovative Projekte für den Grenzraum ermöglichen.

Sitz der Euregio ist in der Stadt Schwaz

Laut Ines Leister, Leiterin der Euregio SBM, sollen Facharbeitsgruppen gegründet, Projektentwicklungstreffen organisiert oder etwa individuelle Beratungsangebote geschaffen werden. Gefördert werde die Euregio SBM über das europäische Programm Interreg Bayern-Österreich. Der Sitz der Geschäftsstelle der Euregio ist in der Stadt Schwaz, aber auch in Bad Tölz-Wolfratshausen und in Miesbach wurden weitere Kontaktstellen für eine Erstberatung eingerichtet.

Auch der stellvertretende Tiroler Landeshauptmann Josef Geisler freue sich über das Fundament, das die Euregio für die Zukunft geschaffen habe, wie er erklärte. „Nun können noch gezielter grenzüberschreitende Projekte im Sinne der Bevölkerung umgesetzt werden. Es gibt zahlreiche Themen, die uns alle betreffen“, sagte Geisler. gv

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