Expertengremium will mehr Betreuungsplätze realisieren

Lösungen zur Pflegekrise

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Der Bedarf an Pflegeplätzen steigt. Lösungen soll auf Antrag der CSU-Fraktion im Kreistag nun ein Runder Tisch finden.

Landkreis – Die düstere Prognose im seniorenpolitischen Gesamtkonzept: Bis 2020 wird es 200 Pflegebetten zu wenig im Landkreis geben. Deshalb versucht die CSU-Fraktion im Kreistag nun, diesem Missstand zu begegnen.

„In den nächsten 15 Jahren wird der Anteil der hochbetagten Menschen im Landkreis erheblich ansteigen“, schreiben die CSU-Kreisrätinnen Uschi Disl, Lydia Hofherr, Sabine Lorenz, Birgitta Opitz und Anni Rieger. Dazu stehe der Landkreis in der Pflicht, Maßnahmen und Strukturen zu entwickeln, um der älter werdenden Bevölkerung gute Rahmenbedingungen für eine Teilhabe an der Gesellschaft zu schaffen. Die Unionspolitikerinnen nennen hier Mobilität und Barrierefreiheit aber auch die Sicherstellung einer guten qualifizierten Pflege und Betreuung. Eine ausreichende Entlastung der Angehörigen, die Versorgung der Demenzkranken und eine menschliche Hospizversorgung seien für die älter werdende Bevölkerung von großer Wichtigkeit. Damit der Landkreis für die Zukunft gerüstet ist, „müssen jetzt die notwendigen Umsetzungen konkret geplant werden“, so das Kreisrätinnen-Quintett, das nun einen Antrag zur Installierung eines „Runden Tisches“ formuliert hat. Unter Mitwirkung von Vertretern der politischen und seniorenpolitischen Gremien müsse der aktuelle Stand an stationären Pflegebetten erhoben werden. Der Expertenkreis solle ferner konkrete Maßnahmen erarbeiten und diese zügig umsetzen oder vorbereiten. Die Ergebnisse sollen dann dem Sozialausschuss des Kreistags vorgetragen werden. Ebenso sollen dann Informationen dazu fließen, „welche konkreten Projekte angestoßen und umgesetzt wurden, welche Einrichtungen sich in der Planung oder schon im Bau befinden und welche Lösungsansätze hinsichtlich des Pflegepersonalmangels angedacht sind“, so die Kreisrätinnen, die abschließend das Vorwort des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts zitieren: „die demographische Entwicklung unserer Gesellschaft ist kein Thema für später. Es ist ein aktuelles Thema, welches uns jetzt beschäftigen muss, damit wir für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet sind.“  tka

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