Expertise schlägt lediglich Optimierunge

Gute Noten fürs Jugendamt

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Das Amt für Jugend und Familie am Landratsamt schnitt in einer Begutachtung gut ab.

Landkreis – Das Amt für Jugend und Familie am Landratsamt leistet gute Arbeit – inhaltlich wie wirtschaftlich. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts für Sozialplanung und Organisationsentwicklung (INSO) hervor.

Das Gutachten war von der CSU-Fraktion eingefordert worden. Dort zeigte man sich nun zufrieden – so könne man künftige Ausgaben in dem Bereich ruhigen Gewissens mittragen, hieß es seitens der ­Christsozialen im Kreistag, wo das Gutachten am Mittwoch vorgestellt wurde.

Kritik zum Gutachten hatte es zuvor schon gegeben. Im Februar warf im Kreistag SPD-Kreisrat Reiner Berchtold der CSU vor, zwar immer auf Sparmaßnahmen zu drängen, hier aber ein Gutachten gefordert zu haben, das Kosten in einem fünfstelligem Bereich verursache. Wohl auch deshalb betonte Michael Häsch (CSU) nun, dass man jetzt eben belegt habe, dass man guten Gewissens Geld ausgeben könne, da es ja um Optimierungen der Jugendhilfe gehe. Und Optimierungen sind auch die einzigen Stellschrauben, die Gutachter Marco Szlapka nahe legen konnte. Vor allem niederschwellige Angebote müssten demnach stärker vernetzt werden, betonte er. Er hatte das Amt auf die drei Gesichtspunkte „Finanzdaten Jugendhilfe“, „Leistungsdaten und Fallzahlen“ sowie „Ablaufprozesse/Organisation“ hin überprüft und festgestellt: „Die Jugendhilfe im Landkreis ist gut aufgestellt.“ Und das vor dem Hintergrund rechtlicher Rahmenbedingungen, die in den zurückliegenden Jahren ordentlichen Veränderungen unterlegen seien. Szlapka nannte da etwa das neue Kinderschutz- aber auch das Kinderförderungsgesetz, neue Verfahren in der Gerichtsbarkeit im Familienwesen sowie das Bundeskinderschutzgesetz 2012.

Dass sich die Jugendhilfe im Landkreis auch neu aufgestellt hat, indem Sozialräume eingeführt wurden, nannte dann SPD-Kreisrat Fritz Meixner als echte inhaltliche Herausforderung. Trotz einer enormen Komplexität habe man diesen Schritt positiv bewältigt. Was übrigens auch Szlapka bestätigen konnte. Denn der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen habe im Zeitraum 2009 bis 2014 die geringste Steigerung der Ausgaben für die Jugendhilfe zu verbuchen gehabt, nämlich mit 396.879 Euro auf 504.847 Euro (plus 27 Prozent) – während die Nachbarlandkreise Miesbach (plus 41 Prozent) und Garmisch-Partenkirchen (plus 62 Prozent) da viel drastischere Entwicklungen hatten. Klaus Koch (Grüne) kündigte an, die vorgeschlagenen Optimierungen in anstehende Vertragsverhandlungen einlaufen zu lassen. Der Kreistag stimmte einem so gelagerten Beratungsauftrag an die Verwaltung einstimmig zu.   tka

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