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120 Tage „Kunstwerkstelle“ im Tölzer Badeteil – Erste Werkschau am Wochenende

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Von: Daniel Wegscheider

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Mischtechnik: Der„Stierschädel“ auf Leinwand.
Mischtechnik: Der„Stierschädel“ auf Leinwand. © Kunstwerkstelle

Bad Tölz – „Wer wagt, gewinnt“. Die Redewendung passt für Annette Schreiner, die nach 120 Tagen „Kunstwerkstelle“ im Tölzer Badeteil nun ein positives Fazit ziehen kann.

Die Einrichtung wurde Mitte Mai dieses Jahres eröffnet und ist seither zur Anlaufstelle für viele Menschen nicht nur aus der Kreisstadt geworden. Nun hat die Kunstpädagogin ihre erste Werkschau vorbereitet, die am Wochenende zu besichtigen ist.

Die gelernte Kunstpädagogin Annette Schreiner hat aus den ehemaligen Tankstellenräumen an der Ludwigstraße einen Ort der Begegnung geschaffen, der wissbegierigen und kontaktfreudigen Menschen offensteht. „Das ist uns in der kurzen Zeit tatsächlich gelungen“, sagt sie. In der „Kunstwerkstelle“ seien nicht nur Menschen aktiv, die das breitgefächerte Angebot von Malkursen bis zu den Geheimnissen des Farbenmischens annehmen.

Foto aus Tölzer Kunstwerkstelle
Das Foto „Bad Hampi“ wurde von Annette Schreiner 1999 in Indien aufgenommen. © Kunstwerkstelle

Vielmehr treffen sich dort Menschen aus allen Alters- und Bevölkerungsgruppen, Einheimische und Urlaubsgäste zu einem zwanglosen Austausch über Kunst und finden im dazugehörigen Café ein „Kommunikationszentrum“.

Annette Schreiner: „Ich bin keine Jägerin der Motive“

Als Dankeschön für ihre zahlreichen Stammkunden hat die Leiterin der „Kunstwerkstatt“ in der Sommerpause eine Werkschau vorbereitet. Ausgestellt werden Fotografien, „die das Attribut ‚ungewöhnlich‘ wirklich verdienen“, erklärt Schreiner und beschreibt ihren Zugang zur Fotografie: „Ich bin keine Jägerin der Motive.“ Es gebe einfach Tage, da wisse sie bereits nach dem Aufstehen: „Heute ist ein Foto-Tag“. Dann schnappt sich die gelernte Optikerin ihre Kamera und marschiert los. „Die Motive, die Umwelt kommen dann auf mich zu und nicht umgekehrt.“

So entstehen die „ungewöhnlichen Bilder“ von denen Schreiner berichtet, „weil sie vermeintlich Selbstverständliches in den Mittelpunkt stellen“. Etwa Pflastersteine auf einer Straßenbaustelle, die verrostete Rückwand einer riesigen Werbetafel oder Zahnräder aus einer Maschine. Ausgestellt werden zudem Zeichnungen, Malerei und Collagen.

Die Werkschau im Badeteil (Ludwigstraße 31) kann am Samstag, 24., und Sonntag, 25. September, jeweils von 12 bis 18 Uhr besucht werden.

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