Ferienpass meistert Pandemie

Kinder- und Jugendförderverein präsentieren 227 Veranstaltungen in einer Broschüre

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Präsentierten das Ferienpassangebot (hinten v. l.): Reiner Berchtold und Fritz Meixner (Kinder- und Jugendförderverein), Vize-Bürgermeister Günther Eibl, Uwe Massong und Xaver Much (Raiffeisenbank Isar-Loisachtal); (vorne v.l.): Kevin Sternkopf (Förderpartner Fullhouse IT) und Eva Bruschek (Kinder- und Jugendförderverein).

Wolfratshausen – Aufgrund der Corona-Pandemie war die Organisation eines Ferienpassprogramms noch im Mai ungewiss. Dank Lockerungsmaßnahmen ist die Durchführung der insgesamt 227 Veranstaltungen, nun doch unter der Einhaltung eines Hygienekonzeptes möglich.

So schreibt der Kinder- und Jugendförderverein (KJFV) in diesem Sommer insgesamt 131 Veranstaltungen aus. Hinzu kommen 26 Angebote, die vom Kreisjugendring organisiert werden, sowie 70 Veranstaltungen der Schule der Phantasie. Geboten werden neben bewährten Klassikern wie etwa Besuche bei Polizei, Filzen, Trommeln oder einem Ponyreitkurs auch neue Höhepunkte: So sind erstmals ein Schnupperkurs Modellfliegen, Clownerie-Workshop oder eine Mountainbike-Tour zum Isar-Ursprung buchbar. „Leider mussten auch einige Veranstaltungen gestrichen werden, da die Veranstalter zur Risikogruppe gehören oder die Hygienevorgaben nicht umgesetzt werden konnten“, bedauerte KJFV-Mitarbeiterin Eva Bruschek. Verzichten müssen Kinder in diesem Jahr auch auf die beliebten Busfahrten zu besonderen Ausflugszielen. Dafür enthält die Ferienpassbroschüre wieder zahlreiche Ermäßigungen – zum Beispiel für Bergbahnen oder Museen.

Beim Pressegespräch in der Geschäftsstelle der Raiffeisenbank Isar-Loisach am Floßkanal verrieten Bruschek und Fritz Meixner, wie sie die Hygiene-Herausforderungen und die Teilnehmerzahlbeschränkung bewältigen wollen. „Jedes Kind muss seine Atemschutzmaske zu der jeweiligen Veranstaltung mitnehmen“, betonte Bruschek. Damit Sicherheitsabstände eingehalten werden können, ist die Teilnehmerzahl pro Veranstaltung zunächst auf 15 Personen – inklusive erwachsene Betreuer – begrenzt. „Sollten es im Juli noch weitere Lockerungsmaßnahmen der Regierung geben, könnten wir noch reagieren und erweitern“, versprach Meixner.

Generell ist der KJFV an die Weisungen des Kreisjugendrings gebunden.

Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit erscheint in diesem Jahr erstmals kein Heft in der gewohnten Form, sondern nur eine Broschüre mit den wichtigsten Informationen, den Gutscheinen und einem Buchungscode. Eine Übersicht über das Programm ist seit dem 29. Juni als Download im Online-Portal www.isar-loisachtaler-ferienpass.de verfügbar. Der Ferienpass selbst ist ebenfalls ab Montag zu einem einmaligen Preis von zwei Euro im Bürgerbüro der Stadt Wolfratshausen oder im Jugendhaus La Vida erhältlich. Anders als in den Vorjahren wird es heuer auch keine direkte Anmeldung an einem Starttermin geben. „Wir werden die Teilnahme an den Veranstaltungen dieses Jahr zum ursprünglich geplanten Termin am 11. Juli ab 9 Uhr systemgesteuert verlosen“, kündigte Bruschek an.

Über das Online-Programm können die Eltern erkennen, bei welchen Kursen ihr Kind dabei ist. Restplätze können dann ab dem 12. Juli gebucht werden. Wichtige Frist: Nur wer sich bis zum 10. Juli, 18 Uhr, für Veranstaltungen vormerken lässt, nimmt an der Verlosung teil. Ab dem 13. Juli ist auch eine persönliche Anmeldung für die noch verbliebenen Plätze zu den Geschäftszeiten des Jugendhauses La Vida möglich. Gegen Vorlage der SozialCard gibt es den Ferienpass kostenlos und auf alle Veranstaltungen 50 Prozent Ermäßigung.

Zweiter Bürgermeister Günther Eibl zeigte sich nach der Präsentation beeindruckt. „Ihr habt ein beeindruckendes Programm zusammengestellt: Das haben unsere Kinder verdient“, lobte er die Organisatoren. Und auch Uwe Massong, Vorstandsmitglied des Förderpartners Raiffeisenbank Isar-Loisachtal, begrüßte das Zustandekommen des Ferienpassangebots: „Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen während der Corona-Pandemie haben die Kinder einen riesigen Nachholbedarf, den sie nun in den Sommerferien ausgleichen können“, sagte er.

Peter Herrmann

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