Brand im Ratzenwinkel

Feuer zerstört Garage- und Werkstattschuppen: Schaden rund 100.000 Euro

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120 Feuerwehrkräfte löschten den Brand im Ratzenwinkel: Auf einem landwirtschaftlichen Hof zerstörten Flammen ein Garagengebäude völlig.

Bad Tölz – Flammen, Schnee und viel Rauch: Als die sechs Feuerwehren am Mittwochabend zu einem Brand im Tölzer Ratzenwinkel anrückten, brannte dort das Nebengebäude eines Bauernhofs bereits lichterloh. Ein Übergreifen der Flammen auf das Hauptgebäude konnte von den Einsatzkräften verhindert werden. Auch kamen weder Mensch noch Tier zu Schaden.

„Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen“, lautete der Notruf der um 18.44 Uhr bei der integrierten Leitstelle am Mittwochabend eingegangen war. Das bedeute für die Feuerwehrleute „Großalarm“, berichtet Stefan Kießkalt, Pressesprecher der Kreisbrandinspektion. Daraufhin rückten zur Brandstelle an die Feuerwehren Bad Tölz, Ellbach, Hechenberg, Greiling und Reichersbeuern. Unterstützt wurden sie von der Örtlichen Einsatzleitung, Kreisbrandinspektion, dem Bayerischen Roten Kreuz sowie der Polizei. Letztendlich waren 120 Kräfte an der Brandstelle.

Wie sich herausstellte brannte jedoch nicht das Anwesen, sondern ein landwirtschaftliches Nebengebäude: das als Garage und Werkstatt genutzt wird. Das Wohnhaus befindet sich rund acht Meter davon entfernt. Für die Feuerwehrleute hieß es nun schnell handeln, damit die Flammen nicht übergreifen. „Die Hitze war enorm“, sagt Kießkalt, der dabei war. „Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte schlimmeres verhindert werden.“ Gegen 20.15 Uhr war der Brand unter Kontrolle, ein Teil der auswärtigen Kräfte konnte daraufhin wieder abrücken.

Der Einsatz forderte von den Feuerwehrlern einiges ab: Bereits die Anfahrt zum Hof im Ratzenwinkel, eine Herausforderung. „Der Weg war nass und eisig“, berichtet Kießkalt. Für den ersten Angriff mussten die Löschfahrzeuge teilweise Schneeketten anlegen. Danach wurde ein nahegelegener Löschweiher zur weiteren Wasserversorgung genutzt – doch der war zugefroren. „Mit einer Motorsäge wurde die rund 20 Zentimeter dicke Eisdecke dann aufgeschnitten.“

„Bei dem Brand wurde niemand verletzt“, bestätigt indes Alexander Huber, Pressesprecher Polizeipräsidium Oberbayern Süd. „Der entstandene Schaden dürfte bei rund 100.000 Euro liegen.“ Das Fachkommissariat der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim übernimmt die Ermittlungen.Details zur Brandursache sind zum Zeitpunkt noch unklar. dwe

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