Das Finale ist in Gefahr

Vergebliche Mühen der „Buam“: Einmal mehr bestürmen (v.li.) Yasin Ehliz und Michael Fischer das Klosterseeer Gehäuse.

Es könnte das letzte Heimspiel der Tölzer Löwen in der Saison 2010/11 gewesen sein. Die 1:2 (0:2,0:0, 0:1)-Niederlage am vergangenen Dienstagabend gegen Klostersee im Playoff-Halbfinale der Oberliga. Damit steht es im Vergleich der beiden Teams 2:1 für den EHC. Sollten die Grafinger am Freitag, 15. April (20 Uhr), dann auf eigenem Eis noch einmal gewinnen, hätten sie die Serie „Best-of-Five“ für sich entschieden und die Buam können den Sommerurlaub antreten.

Sollten dort aber die „Buam“ gewinnen, wird erst am kommenden Sonntag (18 Uhr) in der Hacker-Pschorr-Arena entschieden, welche der beiden Mannschaften ins Finale einzieht. Über 2.100 Zuschauer erlebten am Dienstag mit, wie das nunmehr dritte Spiel innerhalb fünf Tagen beginnt, an den Kräften der jungen Isarwinkler Truppe zu zehren. Nicht dass die Klosterseeer plötzlich über sich hinausgewachsen wären, aber beim ECT fehlte einfach die Spielfreude, die Spritzigkeit, mit der sie in der zurückliegenden Saison alle Gegner in Grund und Boden rannten. „Wir sind auch heute gelaufen, aber sehr oft verkehrt. Deshalb war der Druck aufs gegnerische Tor nicht da, den wir gewöhnlich aufbauen“, analysierte Löwencoach Florian Funk. Dabei hatten die Hausherren noch ziemlich zielstrebig angefangen, bis sie das 0:1 (11.) kassierten. „Nach dem Rückstand wurde es immer schwieriger. Jeder wollte, aber viele sind immer wieder alleine gelaufen. Da wäre etwas Weniger vielleicht besser gewesen“, hatte Funk erkannt. So fiel statt des Ausgleichs nach einer unglücklichen Aktion von Torhüter Andreas Jenike sogar noch das 0:2 (18.). Dasselbe, etwas konfuse Bild bot sich auch im Mittelabschnitt: Die Löwen mühten sich nach Kräften, ohne richtig gefährlich vors Tor zu kommen, Klostersee stand defensiv kompakt hinten drin und schlug die Scheibe konsequent aus der Gefahrenzone. Der einzige Tölzer Treffer durch Franz Mangold (59.) kam einfach viel zu spät, um der Begegnung noch eine Wendung zu geben. Playoffs haben halt doch ihre eigenen Gesetze und da fehlt den jungen Löwen einfach die notwendige Erfahrung. Irgendwie hatte man den Eindruck, dass da ein Routinier fehlt, der mit dem festen Willen aufs Eis geht, ein Tor zu schießen und so die anderen Spieler mitreißt. Mit Yanick Dubé hätten die Löwen zwar so einen Mann, aber für den ist die Saison nach seiner schweren Gehirnerschütterung schon seit Wochen beendet. Daneben fehlt Michael Pfaff wegen eines Kreuzbandrisses, Leo Pföderl ist bei der U18-WM und da Hannes Sedlmayrs Nase dieser Tage nach dem mehrfachen Bruch operiert wird, fällt auch er für die wichtige Partie am Freitag aus. Dennoch blickt Funk optimistisch voraus: „Es ist erst aus, wenn einer dreimal gewonnen hat. Wenn wir keine vier Reihen mehr zusammenbringen, dann spielen wir halt mit dreien.“ So ganz überzeugt ist zudem Klostersees Coach Doug Irwin auch nicht: „Wir führen zwar jetzt in der Serie überraschend. Aber ich habe nach wie vor großen Respekt vor der Tölzer Mannschaft.

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