Steuerlass bei guter Führung

Finanzausschuss passt 40 Jahre alte Hundesteuersatzung an – Regelungen im Überblick

Ein rennender Hund als Symbolbild
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40 Jahre alte Hundesteuersatzung angepasst (Symbolbild).

Bad Tölz– 40 Jahre ist die Hundesteuersatzung der Stadt Bad Tölz alt. Zeit für eine Neue.

Aus diesem Grund beschlossen jüngst die Räte im Haupt- und Finanzausschuss einstimmig eine neue Satzung zu erlassen, über die dann der Stadtrat in einer seiner nächsten Sitzungen abstimmt.

Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration hat im August eine neue Mustersatzung zur Erhebung einer Hundesteuer veröffentlicht und damit die Alte aus dem Jahr 1980 aktualisiert. Die derzeit gültige Hundesteuersatzung der Stadt Bad Tölz aus dem Jahr 2003 entspricht in weiten Teilen der früheren Mustersatzung, wurde jedoch über die Jahre einmal neu gefasst und einmal geändert – nun soll sie endlich aktualisiert werden. Gleich bleiben die Beträge von 60 Euro für den ersten Hund, 150 für den Zweiten sowie 240 Euro für jeden Weiteren.

Hundeführerschein hilft Steuern zu sparen

„Um Hundehalter zum Erwerb eines sogenannten Hundeführerscheins zu animieren, haben verschiedene Städte und Gemeinden eine Befreiungsmöglichkeit von der Hundesteuer für das auf die Prüfung folgende Kalenderjahr in ihre Satzungen aufgenommen“, berichtet Rathaus-Sprecherin Birte Otterbach. Das nimmt sich die Stadt Bad Tölz nun zum Vorbild und schließt sich diesem Ansinnen an: Weist ein Hundehalter nach, dass er mit dem Hund freiwillig und erfolgreich eine Prüfung für den Hundeführerschein absolviert hat, so ist die Haltung des Hundes für das folgende Jahr steuerfrei. Von der Steuer für ein Jahr befreit werden zukünftig auch Hunde aus Tierheimen.

Weiler- und Kampfhunde

Erhöht wird dagegen die Steuer für Hundehalter, die in Einöden Weilern wohnen. Bisher zahlten sie den halben Satz von 30 Euro pro Jahr. Allerdings werde die „Bewachungsfunktion sogenannter Weilerhunde in der heutigen Zeit nicht mehr gesehen, „weshalb aus Gründen der Gleichbehandlung der Steuersatz auf den regulären Satz auf 60 Euro angehoben wird“, erklärt Otterbach weiter.

Teurer wird es auch für Halter von Kampfhunden: Die Steuer für sie beträgt bekanntermaßen 600 Euro. Allerdings konnten sich Halter von der hohen Abgabe stets befreien, wenn sie einen positiven Wesenstest (auch Negativzeugnis genannt) vorweisen konnten. Dies ist nun nicht mehr der Fall. Nachdem seitens der Stadt viele negative Erfahrungen um die Vorlage eines solchen Wesenstests gemacht wurden, wird diese Befreiung nicht weiter fortgesetzt.

Hund gegen Vereinsamung im Alter

Zum Schluss stellte CSU-Stadtrat Anton Mayer noch den Antrag auf eine günstigeren Steuersatz für Senioren, die alleine Leben. Denn das Tier sei oftmals noch die einzige Möglichkeit nicht zu vereinsamen. Bevor die Satzung in Kraft treten kann, muss der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung, die geforderten Änderungen und den Antrag beschließen. Die Satzung wäre dann ab dem 1. Januar 2021 gültig. dwe

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