Teure Hallenbadnutzung

Finanzausschuss bewilligt Tölzer Wassersportverein einen Jahreszuschuss

Leeres Schwimmbecken: Derzeit ist das Tölzer Hallenbad auf der Flinthöhe aufgrund der Corona-Pandemie für Besucher geschlossen.
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Leeres Schwimmbecken: Derzeit ist das Tölzer Hallenbad auf der Flinthöhe aufgrund der Corona-Pandemie für Besucher geschlossen.

Bad Tölz – Schwimmen im Hallenbad ist teuer. Deshalb hat der Wassersportverein Bad Tölz jetzt einen Zuschussantrag an die Stadt gestellt.

Der Finanzausschuss des Stadtrates bewilligte dem Tölzer Verein nach kurzer Diskussion in der Dezember-Sitzung für das kommende Jahr 2.500 Euro. Ein Großteil des Geldes wird wieder in den Stadtsäckel zurück fließen, nachdem das Geld für die Badnutzung an die Stadtwerke gezahlt wird, die wiederum ein Eigenbetrieb der Stadt sind.

Bisher hatte der 1953 gegründete Wassersportverein für die Hallenbadnutzung pauschal 6.000 Euro im Jahr bezahlt. Nachdem ab 2021 die tatsächlichen Buchungszeiten abgerechnet werden und gleichzeitig der Preis für fünf Bahnen auf 32 Euro pro Stunde erhöht wurde, ergibt sich – die Zeiten von 2020 zugrunde gelegt – ein Jahresaufwand von fast 11.000 Euro.

Das kann vom Verein trotz Erhöhung der ohnehin schon hohen Mitgliedsbeiträge um fünf Prozent nicht aufgefangen werden. Man müsste, um kostendeckend zu sein, die Beiträge um 20 Prozent erhöhen, so die Vereinsführung um den Vorsitzenden Stefan Zacherl. Andererseits ist aber der Stundensatz von 32 Euro, wie Kämmerer Hermann Forster in der Sitzung sagte, für den Badbetreiber Stadtwerke bei weitem nicht kostendeckend. Forster kam dabei auf die aktuelle Diskussion in der Nachbarstadt Geretsried zu sprechen, wo es um das neue interkommunale Hallenbad geht.

Nachdem das Thema in Tölz schon im Aufsichtsrat der Stadtwerke, dem auch einige Stadträte angehören, diskutiert hatte, wurde ein einmaliger Zuschuss von 2.500 bis 3.000 Euro in Aussicht gestellt. Peter von der Wippel (FWG) fragte, warum man von der pauschalen Vergütung Abschied nehme. Forster dazu: „Die Abrechnung nach tatsächlich genutzten Zeiten ist deutlich gerechter.“ Derzeit findet coronabedingt ohnehin kein Schwimm- und Trainingsbetrieb statt. Schließlich wurde der Vorschlag von Bürgermeister Ingo Mehner (CSU), 2.500 Euro Zuschuss zu gewähren, einstimmig angenommen. Über weitere Zuschüsse in den Folgejahren soll dann jeweils entschieden werden.

Reitverein erhält 3.000 Euro für Bodensanierung

3.000 Euro Zuschuss bekommt der Tölzer Reiterverein als finanzielle Unterstützung für den Austausch des Bodenbelags in seiner Reithalle in Reichersbeuern, der insgesamt 10.000 Euro kostet. Wie Kämmerer Hermann Forster betonte, biete der gemeinnützige Verein schon seit langem die Reitstunden in Reichersbeuern an. Dort seien auch 87 Jugendliche über den Bayerischen Landes Sport Verband registriert.

Weil der Verein trotz Rücklagen von 28.000 Euro eine Reihe von Maßnahmen finanzieren musste und wegen der Pandemie Einnahmeausfälle (10.000 Euro) zu verzeichnen hatte, kann er den notwendigen Bodenbelag in der Halle nicht selbst finanzieren. Da der Verein in der Vergangenheit noch nie an die Stadt wegen eines Zuschusses herangetreten war, entschied der Finanzausschuss einstimmig die 3.000 Euro als „Jugendförderung“ zu bewilligen. Karl Bock

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