Hebammen erhalten Förderbescheide

Finanzielle Unterstützung für elf Geburtshelferinnen im Landkreis läuft an

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Zum 31. März 2017 schloss die Geburtshilfliche Abteilung an der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz. Seither kommt der Arbeit von Hebammen ganz besondere Bedeutung zu, der Landkreis und der Freistaat bezuschussen deren Arbeit nun.

Landkreis – Die viel diskutierte Förderung von Geburtshelferinnen wird nun konkret umgesetzt: Die Förderbescheide im Rahmen der Zuweisungen des Freistaats Bayern für Hebammen, die im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen in der Wochenbettbetreuung tätig sind, wurden dieser Tage verschickt. Insgesamt elf Hebammen können sich über eine Zusage zu einem Zuschuss freuen. Damit unterstützen der Freistaat Bayern und der Landkreis die geburtshilfliche Versorgung. Kreisausschuss und Kreistag hatten im Vorfeld entsprechende Beschlüsse gefasst.

Den Zuschuss erhält jede Hebamme, die im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen pro Kalenderjahr mindestens 15 Mütter im Wochenbett mit jeweils mindestens drei Hausbesuchen betreut haben. Hebammen, die mindestens 25 Mütter betreut haben, werden mit einem höheren Betrag unterstützt. Die Höhe des Förderbetrages, inklusive des zehnprozentigen Anteils des Landkreises, beträgt für zwei Hebammen jeweils 1.109 und für neun Hebammen jeweils 2.218 Euro. Zum 31. März 2017 musste die stationäre Geburtshilfestation an der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz wegen fehlender ärztlicher Geburtshelfer geschlossen werden. In diesem Zusammenhang bestand und besteht die Befürchtung, dass sich insbesondere Hebammen, die bislang im Einzugsbereich der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz ihre Dienstleistungen erbracht haben, räumlich anderweitig orientieren und damit für die werdenden Mütter im Landkreis nicht mehr zur Verfügung stehen. Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis mehrere Maßnahmen zur Stärkung und Sicherung der Hebammenversorgung in der Geburtshilfe und der Wochenbettbetreuung auf den Weg gebracht. So kommen etwa die vom Freistaat Bayern gewährten Zuweisungen in voller Höhe den im Landkreis in der Wochenbettbetreuung tätigen Hebammen zugute.

Landrat Josef Niedermaier ist klar, „dass dies kein Ersatz für eine Geburtshilfeabteilung in der Tölzer Stadtklinik ist, aber es dient der Unterstützung, Stärkung und Sicherung der Hebammenversorgung insbesondere in der Wochenbettbetreuung im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.tka

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