„Der Funke ist übergesprungen.“

Flashmob auf der Marktstraße: 300 feiern "Menschenwürde" mit

1 von 7
Hinlegen und aufhelfen als Zeichen der Würde: Flashmob auf der Tölzer Marktstraße begeistert neben den Organisatorinnen auch Jung und Alt.
2 von 7
Hinlegen und aufhelfen als Zeichen der Würde: Flashmob auf der Tölzer Marktstraße begeistert neben den Organisatorinnen auch Jung und Alt.
3 von 7
Hinlegen und aufhelfen als Zeichen der Würde: Flashmob auf der Tölzer Marktstraße begeistert neben den Organisatorinnen auch Jung und Alt.
4 von 7
Hinlegen und aufhelfen als Zeichen der Würde: Flashmob auf der Tölzer Marktstraße begeistert neben den Organisatorinnen auch Jung und Alt.t.
5 von 7
Hinlegen und aufhelfen als Zeichen der Würde: Flashmob auf der Tölzer Marktstraße begeistert neben den Organisatorinnen auch Jung und Alt.
6 von 7
Hinlegen und aufhelfen als Zeichen der Würde: Flashmob auf der Tölzer Marktstraße begeistert neben den Organisatorinnen auch Jung und Alt.
7 von 7
Hinlegen und aufhelfen als Zeichen der Würde: Flashmob auf der Tölzer Marktstraße begeistert neben den Organisatorinnen auch Jung und Alt.

Bad Tölz -  „Die Würde des Menschen ist unantastbar...“, so steht es im deutschen Grundgesetz seit dem 23. Mai im Jahr 1949. Auf den Tag genau, zum 70. Jubiläum, setzten auch die Tölzer Bürger ein Zeichen für Respekt und Würde ihren Mitmenschen gegenüber. Rund 300 Frauen, Männer und Kinder kamen dafür zum geplanten Flashmob auf die Marktstraße, den Brigitte Bürkel, Verena Peck sowie Jeanette Stahlberg zusammen mit der evangelischen Jugend organisierten.

Die Idee dazu kam der Tölzer Heilpraktikerin Bürkel, die vom Buch „Würde“ (von Gerald Hüther) inspiriert wurde. Davon ließen sich viele Leser anspornen, die dann die Initiative „Würdekompass“ gründeten – eine Bewegung von interessierten Menschen zur Stärkung menschlicher Würde im täglichen Zusammenleben (wir berichteten).

Zum Flashmob riefen sie nun auf, um an diesem besonderen Tag der Würde zu würdigen. Bürkel fand mit Peck (Vorsitzende der Komischen Gesellschaft) und der „Lust“-Vorsitzenden Stahlberg auf Anhieb zwei Seelenverwandte, die sich bereit erklärten, den „spontanen Menschenauflauf auf dem öffentlichen Platz“, dafür steht der „Flashmob“, zu unterstützen.

Auch Petrus spielte mit: Nach fast drei Tagen Dauerregen mit Hochwasser an der Isar und Loisach (wir berichteten) schwebte die Sonne pünktlich um 17 Uhr genau über der Marktstraße: T-Shirt-Wetter zum Hinlegen: Und dies war auch die Choreografie des Flashmobs, nämlich hinlegen, nacheinander wieder aufhelfen und dabei mit drei kurzen Sätzen Wertschätzung ausdrücken. Stahlberg machte den Anfang, nachdem sie das Zeichen gab: Sie blies die Trillerpfeife, warf sich neben Peck und dann ging es Dominosteinartig weiter. Vom Marienbrunnen hinauf zum Winzerer-Denkmal.

„Ich sehe dich. Ich respektiere dich. Ich helfe dir auf“, sagte Stahlberg zu Peck. Während am Marienbrunnen nur ein paar dem Aufruf gefolgt waren, versammelten sich oben am Winzerer mehr Leute. Dort warfen sich neben den Bürgern auch die beiden Stadträte Margot Kirste (FWG) und Richard Hoch (Grüne) nieder. Somit setzte auch die kommunale Politik ein Zeichen, was den drei Organisatoren-Frauen wichtig war, darum luden sie auch die Stadträte ein. Zu sehen war auch der Bundestagsabgeordnete Andreas Wagner (Linke).

Nachdem der Straßenstaub von der Kleidung geklopft war, griff der elfjährige Schüler Nils Dinslage zum Mikrofon und sang das Lied „Heal the World“ (zu deutsch. „Heile die Welt“). Die Stimmung war gut, die Leute klatschten, sangen und wippten zusammen. „Wir hatten eine wahnsinnig positive Stimmung“, resümiert Peck: „Es war ein total bunt-gemischter Haufen, von jung bis alt. Die Leute sahen sich an und ratschten miteinander“, berichtet sie weiter. Manche Leute haben sogar Polizisten umarmt, die zur Kontrolle da waren. „Es war gut für das soziale Miteinander. Der Funke ist übergesprungen.“ Und: „Hier in Tölz ist man gut aufgehoben.“ Daniel Wegscheider

Auch interessant

Meistgelesen

Zuschuss aus EU-Förderprogramm fällt deutlich geringer aus
Zuschuss aus EU-Förderprogramm fällt deutlich geringer aus
Zuschuss aus EU-Förderprogramm fällt deutlich geringer aus
100 Meter tief abgestürzt: Ersthelfer reagieren sofort und versuchen den Verunglückten wiederzubeleben
100 Meter tief abgestürzt: Ersthelfer reagieren sofort und versuchen den Verunglückten wiederzubeleben
100 Meter tief abgestürzt: Ersthelfer reagieren sofort und versuchen den Verunglückten wiederzubeleben
Amtsgericht: 29-jähriger Lagerist verursacht Unfall im Berufsverkehr
Amtsgericht: 29-jähriger Lagerist verursacht Unfall im Berufsverkehr
Amtsgericht: 29-jähriger Lagerist verursacht Unfall im Berufsverkehr
Stadtrat diskutiert über Anträge der Grünen und der SPD
Stadtrat diskutiert über Anträge der Grünen und der SPD
Stadtrat diskutiert über Anträge der Grünen und der SPD

Kommentare