Fleischer bleibt Vorsitzender

Abwasserverband wählt Vorstand und Rechnungsprüfungsausschuss

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Führen den Abwasserverband Isar-Loisachgruppe (v. .): Geschäftsleiter Lorenz Demmel, Vize-Vorsitzende Dr. Sabine Gus-Mayer und Vorsitzender Dr. Manfred Fleischer.

Nordlandkreis – Große Herausforderungen erwarten den neu gewählten Vorstand des Abwasserverbands Isar-Loisachgruppe in den kommenden sechs Jahren. Zusammen mit Geschäftsleiter Lorenz Demmel und der neuen zweiten Vorsitzenden Dr. Sabine Gus-Mayer will Vorsitzender Dr. Manfred Fleischer vor allem den Fremdwasseranteil in der Kläranlage reduzieren. Dem Abwasserverband Isar-Loisachgruppe gehören Icking, Wolfratshausen, Geretsried, Dietramszell, Egling und Königsdorf an.

Wie schon im April wich der Verband ins Untergeschoss der Mehrzweckhalle im Wolfratshauser Stadtteil Farchet aus, um die Sicherheitsabstände zwischen den 19 wahlberechtigten Vertretern einhalten zu können. „Eine Besichtigung der Kläranlage in Weidach ist derzeit aus gegebenem Anlass leider noch nicht möglich, wird aber bald erfolgen“, versprach Vorsitzender Dr. Manfred Fleischer. Nur kurz blickte er auf die vergangene sechsjährige Legislaturperiode zurück. „Unser Ziel war es, vertretbare Abwasserkosten für die Bürger zu sichern und solide zu wirtschaften“, erklärte der 65-Jährige.

Schadstoffe in der Loisach

Bei einem Gesamthaushaltsvolumen von 6,7 Millionen Euro werden in den kommenden Monaten umfangreiche Modernisierungen durchgeführt. Dazu zählen zum Beispiel die Sanierung einer Kanalstrecke, die Säuberung der Faultürme sowie die Betonsanierungen an den drei Nachklärbecken und an den fünf Schlammstapelbehältern. „Das brennendste Thema bleibt die Reduzierung des Fremdwasseranteils“, unterstrich Fleischer. So laufe bei starken Regenfällen in den Kanälen immer noch zu viel Wasser an, sodass ein größeres Volumen entsorgt werden muss. Im schlimmsten Fall verringert die Verdünnung des Abwassers die Abbauleistung der Kläranlage, sodass Schadstoffe vermehrt in die Loisach gelangen können.

Nach diesen Erklärungen bat Fleischer die Mitglieder zu den eigens aufgestellten Wahlkabinen. Dass der Vorsitzende einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde, war angesichts der guten Bilanz des Abwasserverbands keine Überraschung.

Biologin wird Vize

Etwas spannender ging die Wahl der zweiten Vorsitzenden vonstatten: Während der Geretsrieder SPD-Stadtrat Hans Hopfner vorschlug, den bisherigen Stellvertreter Volker Reeh erneut für diesen Posten zu besetzen, warb der Geretsrieder Bürgermeister Michael Müller (CSU) für seine Fraktionskollegin Dr. Sabine Gus-Mayer. „Als Diplom-Biologin erfüllt sie auch die fachlichen Voraussetzungen für dieses Amt“, empfahl Müller.

Am Ende erhielt die 57-jährige Stadträtin immerhin 14 von 19 möglichen Stimmen. Per Akklamation wählten die Verbandsmitglieder schließlich Helmuth Holzheu, Dominik Irmer und Rainer Kopnicky in den Rechnungsprüfungsausschuss.

Der Abwasserverband setzt sich aus Vertretern der sechs Kommunen Icking, Wolfratshausen, Egling, Dietramszell, Geretsried und Königsdorf zusammen. Die von den Gemeinden und Städten übernommenen Abwässer werden vom Abwasserverband zur Kläranlage nach Weidach transportiert, dort gereinigt und anschließend in die Loisach geleitet. Peter Herrmann

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